FSV versalzt Würzburg die Suppe

Der FSV Zwickau feiert in der 3. Fußball-Liga einen ganz wichtigen 2:0-Auswärtserfolg. Mit viel Kampf und Leidenschaft verschafft sich die Elf von Trainer Joe Enochs etwas Luft im Abstiegskampf.

"Ich hoffe, wir haben den Knotenlöser nur um eine Woche verschoben." Mit diesen Worten hatte Zwickaus Kapitän Toni Wachsmuth vergangenen Sonnabend das 2:2 daheim gegen Unterhaching abgehakt. In Würzburg wurde am Freitagabend die Hoffnung zur Wirklichkeit. Mit 2:0 (2:0) besiegten die Sachsen die Kickers aus Unterfranken. Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Zwickauer Profis in den Armen. Mit 18 Zählern gehen die Mannen von Cheftrainer Joe Enochs über dem Strich in die Länderspielpause.

Kickers-Trainer Michael Schiele überraschte schon mit seiner Aufstellung. So musste der ehemalige Zwickauer Patrick Göbel nach 14 Saisonpartien in der Startelf ausgerechnet gegen die Ex-Kollegen zunächst auf der Reservebank Platz nehmen. FSV-Coach Joe Enochs entschied sich für Anthony Barylla (anstatt Alexander Sorge) in der Dreier-abwehrkette und konnte auch auf den in der Woche am Knöchel angeschlagenen Mike Könnecke zurückgreifen. Und das war auch gut so.

Aber der Reihe nach: Mit einem Traumtor ging der Gast in Führung. Als der ständige Unruheherd in der Würzburger Offensive, Simon Skarlatidis, den Ball im Mittelfeld vertändelte, kam Julius Reinhardt ein Blitzgedanke. Der Mittelfeldspieler sah, dass sich Leon Bätge zu weit vor seinem Würzburger Kasten befand. Aus 35 Metern schlenzte Reinhardt in der 21. Minute das Leder ins rechte Dreiangel. Und zum Entzücken der etwa 500 mitgereisten FSV-Fans legten die Zwickauer gleich nach. Diesmal eroberte Leon Lauberbach mit vorbildlichem Einsatz den Ball im Zweikampf mit Daniel Hägele. Mit einer feinen Einzelleistung knallte Mike Könnecke (25.) das Leder mit dem linken Fuß an die Lattenunterkante, von da sprang der Ball zum 2:0 hinter die Linie.

"Auf die Dauer sind Remis zu wenig", hatte Reinhardt nach drei Unentschieden in Serie Besserung gelobt. Und die Westsachsen setzten alles daran, der Ankündigung Taten folgen zu lassen. Nach dem zweiten Tor vor 5035 Zuschauern in der Flyeralarm-Arena überließen die FSV-Profis allerdings wie schon gegen Unterhaching dem Kontrahenten die Spielwiese, anstatt selbst aktiv zu bleiben. Doch mit dem Zwei-Tore-Vorsprung ging es in die Kabine.

Nach der Pause erspielten sich die Gastgeber noch wenige gute Torchancen. Doch entweder misslang der Abschluss oder FSV-Keeper Johannes Brinkies zeigte sein Können. In der 63. Minute setzte Würzburgs Coach ein Zeichen und wechselte Vier-Tore-Stürmer Orhan Ademi ein. Doch die Riesenchance, mit dem 3:0 alles klarzumachen, bot sich auf der anderen Seite. Davy Frick allerdings schlenzte dem verunsicherten Bätge das Leder in die Arme, anstatt über ihn ins Tor.

Ab der 67. Minute durfte dann auch Patrick Göbel mitspielen. Doch auch die extrem angeschnittenen Flanken und Freistöße des Ex-Zwickauers fanden nicht den Weg ins Tor. In der 82. Minute hätte Lion Lauberbach seine gute Leistung krönen können. Doch um Zentimeter verfehlte sein Distanzschuss das Tor.

Statistik Kickers: Bätge - Ahlschwede (67. Göbel), Hansen, Schuppan, Wagner - Kaufmann, Gnaase (63. Ademi/V), Hägele, Skarlatidis - Breitkreuz, Baumann (V/83. Elva). FSV: Brinkies - Barylla, Wachsmuth, Antonitsch - Schröter (72. Bickel), Frick (76. Hoffmann), Reinhardt, Kartalis (V) - Könnecke (89. Sorge) - König, Lauberbach. Schiedsrichter: Aarnink (Nordhorn); Zuschauer: 5035; Tore: 0:1 Reinhardt (21.), 0:2 Könnecke (25.).

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