FSV Zwickau legt Beschwerde beim DFB ein

Der Deutsche Fußball-Bund erteilte dem Drittligisten aus Zwickau Auflagen in Höhe von rund 740.000 Euro, die er bis Ende Januar nachweisen muss.

Zwickau.

Hiobsbotschaft für den FSV Zwickau: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat dem Drittligisten ein Defizit bei geplanten Einnahmen und Ausgaben im laufenden Saisonetat in Höhe von rund 740.000 Euro bescheinigt. Damit kommt der Verband auf eine deutlich höhere Summe, die der FSV bis Ende Januar nachweisen muss. Der Verein hatte dem DFB im Nachlizenzierungsverfahren mitgeteilt, eine Finanzlücke von 555.000 Euro schließen zu wollen. Diese habe sich durch die Aufstockung des Etats für die Profimannschaft von geplanten 2,0 auf 2,6 Millionen Euro ergeben.

FSV-Geschäftsführer Christian Breiner wollte die nun vom DFB geforderten Auflagen über Nachweise von 740.000 Euro nicht konkret bestätigen, sagte aber: "Das kommt in etwa hin. Wir werden in jedem Fall Beschwerde einlegen. Mich überrascht die Summe nicht. Der DFB geht eher etwas konservativ heran." Der seit August hauptamtliche Geschäftsführer sieht noch Möglichkeiten, die Summe zu reduzieren. So gibt es noch unterschiedliche Auffassungen zwischen FSV und DFB, was die Zuschauerkalkulation und diesbezügliche Einnahmen betrifft. "Zudem weiß der DFB noch nicht, dass wir eine Ausgabe von 100.000 Euro in die Planung der nächsten Saison verschieben können. Das werden wir noch mitteilen", erklärte Breiner. Fünf Tage hat der Verein Zeit, die Beschwerde einzureichen. Sollten am Ende alle Maßnahme nicht greifen, um die tatsächliche Lücke im Etat schließen zu können, werde der FSV die Aufnahme eines Kredits prüfen.

Laut Christian Breiner fruchten die ersten Schritte zur Rettung des Vereins. 100 Fans, deren Autogramme in den kommenden eineinhalb Jahren den Mannschaftsbus der Zwickauer zieren, hätten bisher 10.000 Euro eingespielt. "Auch das Mikrosponsoring ist gut angelaufen. Aber klar, wir müssen weiter Gas geben." Und dies soll künftig ohne David Wagner im Vorstand des Vereins passieren. Der Sportdirektor scheidet ab sofort aus dem Gremium aus und kümmert sich ausschließlich um die sportlichen Belange der Profimannschaft. Offizielle Begründung: Berater des FSV haben auf diese optimierte Organisationsstruktur in der Vereinsführung hingewiesen.

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