Für neue Spieler müssen alte weg

Im letzten Spiel des Jahres ist der Chemnitzer FC bei Waldhof Mannheim gefordert. Danach wird sich das Gesicht der Mannschaft verändern.

Chemnitz.

"Wenn der Knoten einmal geplatzt ist, wird manches durchaus leichter", sagt Trainer Patrick Glöckner vor der Reise des Chemnitzer FC nach Mannheim. Bei Mitaufsteiger SV Waldhof bestreiten die Himmelblauen am Sonnabend (Anstoß 14 Uhr) das letzte Spiel des Jahres, ja des ganzes Jahrzehnts. Das wollen die Chemnitzer auf keinen Fall mit leeren Händen beenden.

Geplatzt ist der Knoten in der Vorwoche - und das gleich doppelt: Mit dem 2:1-Erfolg in Rostock gelang dem CFC der erste Auswärtssieg der Saison, zugleich nach sieben Wochen des vergeblichen Wartens endlich der 100. Drittligasieg der Vereinsgeschichte. Zwei Dinge machen Hoffnung, dass nun gleich der 101. folgt: Die Mannheimer sind heimschwach, haben nur zehn ihrer bislang 30 Punkte im eigenen Stadion geholt, der CFC von den letzten sieben Partien nur eine verloren. Trotzdem weiß Glöckner: "Das ist natürlich kein Selbstläufer. Auf uns wartet eine hervorragend besetzte, taktisch starke Mannschaft, die vor allem das Umkehrspiel hervorragend beherrscht. Was seine eigene Truppe angeht, kann Glöckner wieder auf Dejan Bozic setzten, der nach überstandener Verletzung wieder im Kaders steht. Nicht so Sandro Sirigu, der weiter auf sein Punktspieltrikot im Club-Trikot warten muss, und Noah Awuku, der im Training umgeknickt ist und sich dabei das Knie verdreht hat.

Wenn das Spiel am Sonnabendnachmittag abgepfiffen wird, beginnt für die Chemnitzer Spieler und auch den Trainer sofort der Urlaub. "Ich werde ein bisschen abschalten, ein paar Tage nicht an Fußball denken", sagt Glöckner. Es wird bei ein paar wenigen Tagen bleiben. Denn weil beim CFC nach wie vor der Sportliche Leiter oder ein anderer Manager für Personalfragen fehlt, muss der 43-Jährige auch die Aufgabe nebenbei erledigen. Das heißt, das Team weiter verstärken. "Es wird ein paar neue Gesichter im Kader geben", kündigt Glöckner an, "es sind einige gute Spieler auf dem Markt, ich habe den ein paar Jungs schon im Auge." Das Problem dabei: Der CFC kann gemäß der vom DFB erteilten Auflagen nur dann neue Profis unter Vertrag nehmen, wenn er zuvor andere abgibt. "Wir haben einen sehr großen Kader, wollen und müssen uns von dem einen oder anderen trennen", bestätigt der Trainer. Der wahrscheinlich schwerere Teil der Aufgabe. Ein Kandidat für so eine Maßnahme ist Georgi Sarmov. Der Bulgare - im Sommer noch als großer Hoffnungsträger aus seiner Heimat nach Chemnitz geholt - spielt seit dem Trainerwechsel keine Rolle mehr. Seinen letzten Drittligaeinsatz hatte der 34-Jährige am 6. Oktober beim 3:1-Heimsieg gegen Duisburg, danach kam er nur noch im Sachsenpokal zum Zug.

Nach den kurzen Ferien trifft sich der CFC am 3. Januar zum Trainingsstart. Am 4. Januar bestreiten die Himmelblauen dann das Hallenturnier in Zwickau, bevor sie tags darauf ins zehntägige Trainingslager nach Belek in der Türkei fliegen. Die Generalprobe vor dem ersten Punktspiel 2020 bestreiten die Himmelblauen dann am 25. Januar (14 Uhr) in Cottbus gegen Regionalliga-Spitzenreiter FC Energie.

Voraussichtliche CFC-Aufstellung: Jakubov - Itter, Hoheneder, Reddemann, Milde - Langer, Bohl - Bonga, Tallig, Garcia - Hosiner.

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