Hosiners Kniefall wird bestraft

Der Torjäger fehlt dem CFC im Sachsenderby wegen einer seltsamen Gelben Karte

Chemnitz.

Was für einen bitteren Nachgeschmack hat dieses 1:1 gegen Uerdingen. Der Chemnitzer FC brachte von der Partie in Düsseldorf einen wichtigen Punkt mit, aber Philipp Hosiner auch seine zehnte Gelbe Karte. Wegen der wird er nun am Mittwoch in Zwickau gesperrt fehlen. Den Gelben Karton zückte Schiedsrichter Mitja Stegemann am Freitagabend in der 77. Spielminute. Hosiner hatte sich einen leichten Rempler gegen Alexander Bittroff geleistet. "Aus meiner Sicht nicht einmal ein Foul", sagte CFC-Trainer Patrick Glöckner dazu, "und sicher niemals Gelb." Wie Hosiner dann selbst erzählte, zückte Stegemann den Karton auch nicht wegen des Remplers, sondern wegen der folgenden Szene: Der Österreicher war auf die Knie gegangen, flehte den Referee aus Bonn an, auf die Verwarnung zu verzichten. Und genau das, so habe es Stegemann ihm erklärt, habe zur Karte geführt. Gelb wegen eines Kniefalls. "Die Karte ist wirklich lächerlich", meinte der 31-Jährige. Er hatte Stegemann vor der Partie gegen den KFC sogar auf seine prekäre Situation aufgrund einer drohenden Sperre hingewiesen. "Ich habe ihm gesagt, dass er mir Gelb zeigen soll, wenn ich es verdiene. Aber bitte nicht für etwas Unnötiges."

Doch genau das war diese Karte: unnötig. Und ungerechtfertigt. Dem Torjäger nützt das nichts, er kann seinen bislang 16 Saisontreffern höchstens am letzten Spieltag gegen Rostock weitere folgen lassen kann. In Zwickau müssen das andere wie der Freitag-Torschütze Dejan Bozic übernehmen. (ts)

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