Montagsspiele der 3. Liga: Frymuth wirbt um Verständnis

In der Debatte um Montagsspiele im deutschen Fußball hat DFB-Vizepräsident Peter Frymuth mit Blick auf die 3. Liga zu einer sachbezogenen Debatte aufgerufen und für Verständnis von Gegnern und Befürwortern geworben. "Einerseits wird kritisiert, dass die 3. Liga finanziell besser aufgestellt werden muss, andererseits werden Maßnahmen zur Steigerung der Erlöse kritisiert - das passt nicht", sagte Frymuth auf dfb.de: "Die Notwendigkeit von Kompromissen sollte keiner ausblenden, das wünsche ich mir."

Seit dieser Saison finden Montagsspiele auch in der 3. Liga statt. Frymuth, beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zuständig für Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sieht darin eine wichtige Säule für die wirtschaftliche Stabilität der mitunter finanziell angeschlagenen Klubs.

"Die 3. Liga ist eine Profiliga. Und im Profisport ist Geld für die Vereine immer ein wichtiges Thema, um im Wettbewerb bestehen zu können. Angesichts der Diskussionen über die große Lücke zur 2. Bundesliga und finanzielle Problemfälle in der 3. Liga ist es klar, dass der DFB den Auftrag hat, in Zusammenarbeit mit den Vereinen die Vermarktungserlöse für die Klubs der 3. Liga zu steigern", sagte Frymuth: "Mit dem neuen Medienrechte-Vertrag ist das gelungen."

Dass die jetzige Gestaltung nicht die ideale Form für alle Beteiligten darstelle, darüber ist sich der Funktionär auch im Klaren. "In einer perfekten Welt hätten wir in der 3. Liga ein Spiel freitagabends, neun Spiele zeitgleich samstags um 14 Uhr und gleichzeitig hohe TV-Gelder. Die Vereine und der DFB würden sich über ein solches Szenario freuen", sagte Frymuth: "Diese Welt ist aber nicht realisierbar - so wie es keine zehn verschiedenen Anstoßzeiten geben wird, obwohl das Pay-TV damit die größtmögliche Sendestrecke hätte."

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