Nico Antonitsch: Wir müssen wieder an unsere Grenze gehen

Fußball-Drittligist FSV Zwickau will den Bock gegen Lotte endlich umstoßen, denn bisher konnten die Westsachsen gegen die gut organisierten Sportfreunde noch nicht gewinnen.

Zwickau.

Der FSV Zwickau ist heiß auf die Sportfreunde Lotte. Fünfmal liefen die Westsachsen gegen ihren Angstgegner auf, kassierten dabei drei Niederlagen und erreichten zwei Unentschieden. "Die Zeit ist reif, dass wir den Bock endlich umstoßen und gegen Lotte gewinnen", betont Nico Antonitsch vor dem Drittligaduell am Sonnabend (Anstoß: 14 Uhr).

Die Zwickauer Fußballer wollen das Erfolgserlebnis des späten Ausgleichs in Kaiserslautern, als Ronny König in der Nachspielzeit das 1:1 erzielte, mit in dieses Heimspiel nehmen. Antonitsch warnt jedoch vor Lotte: "Das ist ein unangenehmer Gegner. Die sind schwer zu bespielen, lassen hinten wenig zu, haben aber nicht nur defensiv, sondern auch offensiv viel Qualität. Wir müssen wieder an unsere Grenze gehen." Mit der gleichen Willensstärke wie in Kaiserslautern könne die Mannschaft gegen Lotte als Sieger vom Platz gehen, meint "Anton", wie der Österreicher von seinen Mitspielern genannt wird.

Bei Joe Enochs genießt der Innenverteidiger eine hohe Wertschätzung: "Ein Spieler, der immer auf dem Platz steht, weiß, dass der Trainer mit ihm zufrieden ist. Nico passt mit seiner Mentalität, der Zweikampfstärke, seinem Stil und seiner positiven Art gut zu uns." Für den Trainer ist es wichtig, dass Anto- nitsch defensiv variabel einsetzbar ist. In Kaiserslautern wurde er durch die Umstellung von Dreier- auf Viererkette auf die für ihn ungewohnte Position des rechten Außenverteidigers beordert. "Kein Problem für mich. Ich habe das früher in Österreich schon gespielt", bemerkt der 27-Jährige, der sich dem internen Konkurrenzkampf in der Abwehr stellt. "Wir haben vor allem in der Innenverteidigung mit Toni Wachsmuth, Bryan Gaul, Alexander Sorge und Anthony Barylla viel Qualität. Aber ich habe bisher oft gespielt - und ich gehe davon aus, dass ich auch beim Restprogramm meine Einsätze haben werde", erklärt Antonitsch. Er weiß aber auch, dass der FSV in der Offensive noch viel Luft nach oben besitzt und mehr Torgefahr erzeugen muss: "Alle in der Mannschaft müssen hart arbeiten, um gegen ein gut organisiertes Team aus Lotte zu Abschlüssen zu kommen."

Der gebürtige Wiener hat sich in den letzten beiden Jahren gut in Zwickau eingelebt und kann sich vorstellen, auch in der nächsten Saison für den FSV zu spielen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Gespräche mit den Verantwortlichen gab es bisher noch keine. Für Antonitsch ist das im Moment zweitrangig, denn harte Wochen stehen an. "In den nächsten Partien gegen Lotte, in Osnabrück und zu Hause gegen Uerdingen wird es extrem knackig. Wenn wir die Punkte für den Klassenerhalt haben, werden wir uns über eine Vertragsverlängerung unterhalten. Ich sehe gute Chancen, dass ich bleibe. Es ist kein Geheimnis, dass ich mich in Zwickau sehr wohlfühle."

Die Muldestadt sei wie eine zweite Heimat für ihn geworden und das Zuhause in Österreich nicht aus der Welt, betont er. Von Zwickau bis nach Ried im Innkreis, wo seine Familie jetzt wohnt, sind es etwas mehr als 400 Kilometer. "Wenn ich mal freihabe, fahre ich nach Ried, aber meistens besuchen mich meine Eltern, Bruder Luca oder meine Freundin in Westsachsen", gibt Antonitsch einen Einblick in das Familienleben. Auch gegen Lotte wird er familiären Beistand von der Tribüne erhalten.

Müdigkeit oder Verschleiß auf dem Platz gibt es für den 1,85 Meter großen Modellathleten nicht. Damit seine Leistung stimmt, achtet Antonitsch penibel auf seine Ernährung und Gesundheit. Auch seine Geheimwaffe hat er vor dem Duell mit Lotte wieder gezogen: "Abends vor dem Fernseher trage ich mehrmals pro Woche eine Luftdruckhose. Damit werden die Durchblutung und der Kreislauf angeregt", hofft er auf positive Auswirkungen für das heutige Heimspiel. Davy Frick muss wegen einer Gelbsperre pausieren. Dafür rückt Anthony Barylla nach überstandener Viruserkrankung wieder ins Aufgebot.

Voraussichtliche FSV-Aufstellung: Brinkies - Antonitsch, Wachsmuth, Gaul - Schröter, Reinhardt, Könnecke (Lange), Miatke - Hoffmann - König, Lauberbach (Bonga).

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