Reddemann will sich für Hinspiel revanchieren

Der Verteidiger möchte mit dem Chemnitzer FC Punkte aus München entführen. Dafür gilt es einen Stürmer zu bewachen, der laut Reddemann "gefühlt ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hat".

Chemnitz.

Für Sören Reddemann scheinen tatsächlich aller guten Dinge drei zu sein. Denn nach seinen Engagements bei RB Leipzig II und Wehen Wiesbaden stellt der Chemnitzer FC seine dritte Station im Profibereich dar - und bei den Himmelblauen hat der gebürtige Zwenkauer, der aber in Leipzig aufgewachsen ist, richtig Fuß gefasst. Er absolvierte in der laufenden Saison 22 Spiele über die gesamte Distanz und fehlte nur in Magdeburg wegen der fünften Gelben Karte. An den ersten beiden Spieltagen musste er von der Bank aus zugucken - aber diese Zeiten scheinen Lichtjahre entfernt zu sein.

Nunmehr dürfte der Innenverteidiger auch am Samstag in der Startelf stehen, wenn der Chemnitzer FC bei 1860 München (14 Uhr) antreten muss. "Im Grünwalder Stadion wird uns eine geile Kulisse erwarten, darauf freuen wir uns schon. Zudem wollen wir uns für die Hinspielniederlage revanchieren", kündigt Reddemann an. Am 30. August 2019 hatten die Himmelblauen durch ein spätes Tor in der 78. Minute 0:1 verloren. Es war zugleich das letzte Spiel mit Trainer David Bergner an der Seitenlinie. "Die Pleite war bitter, zumal wir in diesem Spiel die bessere Mannschaft waren", meint der CFC-Akteur.

Die Schützlinge von Cheftrainer Patrick Glöckner, der in den nächsten Wochen auf Philipp Sturm (Muskelbündelriss) verzichten muss, haben nach fünf Spielen ohne Niederlage Selbstvertrauen getankt. "Aber alles ist wenig wert, wenn wir den Dreier vom Montag jetzt in München nicht vergolden können", rechnet Reddemann vor. Um etwas von der Isar mitnehmen zu können, müssen er und seine Teamkollegen gegen die "Sechziger" unter anderem darauf aufpassen, Offensivkraft Sascha Mölders nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Immerhin machte der 34-jährige Haudegen bisher zwölf Tore für den Münchener Traditionsclub und bereitete acht weitere Treffer vor. "Der ist ein Typ für sich. Er hat gefühlt ein paar Kilo zu viel auf den Rippen, steht aber oft goldrichtig und macht seine Tore", schätzt der Chemnitzer Abwehrakteur. Folglich dürften er und Niklas Hoheneder, mit dem Reddemann im Abwehrzentrum steht, keinen langweiligen Arbeitstag erleben.

Der erfahrene Hoheneder hält große Stücke auf seinen Kollegen. "Für sein Alter hat er auf dem Platz eine Arschruhe, ein sehr gutes Auge und einen hervorragenden linken Fuß, mit dem er Pässe schlagen kann", meint der Österreicher. Coach Glöckner sieht in Reddemann einen Spieler, der abgeklärt agiert und mit enormer Schnelligkeit Bälle und Gegner ablaufen kann. "Seinen Stammplatz hat sich ,Redde' erarbeitet. Jetzt gilt es, dass er seine Leistungen weiter optimiert", meint der Trainer.

Voraussichtliche Aufstellung CFC: Jakubov - Itter, Reddemann, Hoheneder, Sirigu - Maloney, Langer - Tuma, Bonga, Garcia - Hosiner.

Ex-Trainer klagt gegen CFC 

David Bergnezieht gegen den Chemnitzer FC vor Gericht. Wie ein Sprecher des Arbeitsgerichtes Chemnitz am Donnerstag bestätigte, hat der Anwalt des ehemaligen CFC-Trainers eine Klage auf vertragsgerechte Beschäftigung eingereicht. Bergner wurde im September 2019 von seiner Funktion als Cheftrainer beim CFC freigestellt.

Mehrere außergerichtliche Gütetermine zu einer einvernehmlichen Auflösung des bis zum 30. Juni 2021 laufenden Vertrages seien, wie die "Bild" schreibt, bislang ohne Einigung geblieben. (dpa)


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