Tallig nimmt Maß und beschert CFC einen Punkt

Der Chemnitzer FC wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison, kann mit dem 1:1 in Ingolstadt aber leben. Ein Eigengewächs trifft dabei zum dritten Mal in Folge.

Ingolstadt.

Im ersten Pflichtspiel überhaupt zwischen dem FC Ingolstadt und dem Chemnitzer FC gab es keinen Sieger. Am Samstag trennten sich beide Teams im Audi-Sportpark Ingolstadt vor 5551 Zuschauern 1:1 (1:0). Zwar wartet Chemnitz damit in der 3. Fußball-Liga weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison und bleibt Tabellenvorletzter, dürfte aber mit dem Unentschieden gut leben können.

"Für uns ist es ein wichtiger und wertvoller Punkt, weil die Jungs gesehen haben, dass sie gegen alle Teams mithalten können. Wir sind die Aufgabe demütig angegangen und haben dann die Aggressivität an den Tag gelegt, die ich sehen wollte", analysierte CFC-Cheftrainer Patrick Glöckner, der seine Startelf etwas umbauen musste. Da mit den verletzten beziehungsweise erkrankten Spielern Georgi Sarmov und Matti Langer sowie dem gesperrten Tobias Müller im Chemnitzer Mittelfeld Personalnotstand herrschte, erlebte Tim Campulka sein Startelfdebüt. Er war immerhin fast 75 Minuten auf dem Platz und wurde dann von Kostadin Velkov ersetzt.

Die Partie begann durchaus flott, aber keineswegs spektakulär. In der 11. Minute prüfte Tarsis Bonga den Ingolstädter Torwart, der mit dem Ball jedoch keine Probleme hatte. Danach näherte sich der Ex-Bundesligist immer mehr dem Chemnitzer Kasten an, ohne zunächst für absolute Gefahr zu sorgen. In der 36. Minute gelang es den Himmelblauen im Kollektiv jedoch nicht, den Ball vernünftig zu klären. Schließlich sprang das Spielgerät dem Ingolstädter Fatih Kaya vor die Füße, der aus knapp 20 Metern zentral abzog, Jakub Jakubov im CFC- Gehäuse keine Chance ließ und für den FCI auf 1:0 stellte. Mit diesem Resultat ging es auch in die Kabinen. "Wir haben trotz des Rückstandes bisher ein gutes Auswärtsspiel gemacht, wenngleich uns vorn die letzte Präzision fehlte", schätzte CFC-Co-Trainer Christian Tiffert zur Pause ein. Tatsächlich war es übersichtlich, was der CFC in den ersten 45 Minuten offensiv ablieferte.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Geschehen zunächst nicht grundlegend. Ingolstadt blieb das aktivere Team, erst nach zehn Minuten änderte sich das Bild. Der CFC wurde aktiver und vor allem mutiger. Nach einer reichlichen Stunde schnappte sich Erik Tallig die Kugel in der gegnerischen Hälfte, marschierte unbehelligt über den Rasen und fasste den Entschluss, den Ball Richtung FC-Kasten abzufeuern. Die Kugel donnerte an die Unterkante der Latte und sprang von dort ins Tor: 1:1 "Ich habe gesehen, dass ich viel Platz habe, und mir dann gedacht, jetzt schießt du halt mal", kommentierte der 19-Jährige die Situation jugendlich unbekümmert. Immerhin war es für das Chemnitzer Eigengewächs nach den Treffern gegen Duisburg und Grimma der dritte Treffer im dritten Pflichtspiel hintereinander.

Die Hausherren benötigten ein paar Minuten, um diesen Schock zu verdauen, konnten sich dann aber wieder stabilisieren. In der 79. Minute reagierte Jakubov hervorragend, als er einen Ball des Ingolstädter Stürmers Stefan Kutschke entschärfte. Auch in der Folge hielt der Chemnitzer Schlussmann den am Ende verdienten Punkt fest.

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