Wenn es gegen Kaiserslautern statt Egestorf geht

Maurice Hehne ist beim Fußball-Drittligisten FSV Zwickau auch gegen die Roten Teufel ein Kandidat für die Startelf. Dabei kam er aus der Regionalliga.

Zwickau.

Nach den Ostderbys gegen Magdeburg (0:0) und Jena (2:0) wird auch das dritte Heimspiel der Saison für den FSV Zwickau ein besonderes. Zum Abschluss des sechsten Spieltages in der 3. Fußball-Liga steht am heutigen Montag, 19 Uhr das Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern an. Zwickaus Innenverteidiger Maurice Hehne fiebert dem Anstoß entgegen. "Der FCK ist ein großer Name. Das wird zu Hause für uns natürlich ein Highlight. Aber es ist mein erstes Jahr in der dritten Liga. Da freue ich mich eigentlich auf jedes Spiel", sagt der 22-Jährige.

Kein Wunder: Nachdem er in der Vorsaison mit der zweiten Mannschaft von Hannover 96 in der Regionalliga noch gegen Germania Egestorf kickte, war es keine Selbstverständlichkeit, dass er eine Klasse höher sofort Fuß fasst. Doch die FSV-Verantwortlichen hatten offenbar den richtigen Riecher. "Wir haben ihn vergangene Saison oft beobachtet", berichtet Trainer Joe Enochs, dem vor allem Hehnes Zweikampfstärke und clevere Spielweise gefällt. Doch zu viele Worte will er gar nicht machen. "Das größte Lob für die Jungs ist, wenn ich sie von Anfang an spielen lasse", so der Trainer.

Beim 1,86 Meter großen Innenverteidiger, der aus Pößneck in Thüringen kommt und nach der Zwischenstation Carl Zeiss Jena viele Jahre in der Jugend bei Werder Bremen kickte, war das bisher in vier Spielen der Fall. Er saß nur beim 0:3 bei 1860 München auf der Bank, als der Trainer aufgrund der englischen Woche rotiert hatte. "Ich bin ein Typ, der immer Vollgas gibt und sich 100 Prozent reinhaut", sagt Maurice Hehne, der sowohl in der Dreier- als auch in der Viererkette den rechten Part beim FSV übernehmen kann.

Mit drei Jahren hatte er einst unter Anleitung seines Vaters, der noch den klassischen Libero gab, die ersten Torschüsse abgefeuert. Heute orientiert sich der FSV-Profi in der Bundesliga an Mats Hummels, was Kopfballspiel, Zweikampfverhalten und Spielaufbau betrifft. International beeindruckt ihn vor allem Sergio Ramos mit seiner Aggressivität und seinen Führungsqualitäten. "Da versucht man natürlich schon, sich etwas abzugucken", so der Neuzugang, dessen komplette Familie am Montag wieder im Stadion ist.

Maurice Hehne und seine Mitspieler haben sich fürs Spiel gegen Lautern viel vorgenommen. "Wir wollen früh pressen, mutig spielen und unsere kleinen Fehler abstellen, um die drei Punkte zu behalten", sagt der Innenverteidiger. Sein Trainer rechnet wie im Vorjahr, als beide Spiele gegen den FCK 1:1 endeten, mit einer engen Partie. "Wir dürfen uns vom großen Namen genauso wenig blenden lassen wie von den letzten Ergebnissen der Lauterer", meint er. Die Roten Teufel hatten in der Liga 0:3 in Braunschweig und 2:3 daheim gegen Münster verloren und stehen mit fünf Punkten in der Tabelle zwei Zähler hinter dem FSV.

Bei Zwickau sieht Joe Enochs keinen Anlass für großartige Änderungen gegenüber der Startformation von Duisburg. Für den verletzten Nils Miatke könnte im linken Mittelfeld René Lange in die Startelf rücken. "Aber wir haben da viele Optionen", sagt der Trainer.

Voraussichtliche FSV-Aufstellung: Brinkies - Hehne, Frick, Odabas - Lange (Handke), Reinhardt, Viteritti, Jensen, Schröter - Wegkamp (Huth), König.

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