Zu harmlos: Von Ausfällen geplagter FSV verliert 0:1

Fußball-Drittligist FSV Zwickau muss sich im letzten Spiel der Hinrunde dem SV Waldhof Mannheim geschlagen geben. Der Trainer ärgerte sich nach Abpfiff darüber, dass man die eigene Stärke nicht ausspielen konnte.

Zwickau.

Beim 0:1 (0:1) im letzten Spiel der Hinrunde lief nicht viel zusammen für den FSV Zwickau. Das ging schon beim Personal los: Stürmer Elias Huth war nach Gelb-Rot im Derby gegen Chemnitz am Sonnabend gegen Waldhof Mannheim gesperrt, der zentrale Mittelfeldspieler Julius Reinhardt fiel erkrankt aus und nach einer halben Stunde musste sein etatmäßiger Nebenmann ausgewechselt werden. Leon Jensen war nach einem Zusammenprall sichtbar benommen. Er wurde nach zwei vergeblichen Versuchen, aufzustehen, mit der Trage vom Feld gebracht. Für ihn ging es sofort ins Krankenhaus, von dort gab es erst einmal Entwarnung. Zudem lief Rechtsverteidiger Marcus Godinho mit Magenprobleme auf, 71 Minuten hielt er durch.

FSV-Trainer Joe Enochs wollte die zahlreichen Ausfälle nicht für die Niederlage gegen die Gäste aus Mannheim verantwortlich machen. "Das hat die Mannschaft super kompensiert. Wir wollen keine Ausrede suchen", meinte der Coach. Vor allem offensiv ließen seine Schützlinge vieles vermissen. In der regulären Spielzeit waren zwei Einzelaktionen von Morris Schröter (23., 40.) und ein direkt auf das Tor gezirkelter Eckstoß von René Lange (62.) die einzig nennenswerten Abschlüsse der Gastgeber. Alle drei Schüsse entschärfte Keeper Timo Königsmann.

Dabei gab es immer wieder Möglichkeiten, die beiden Sturmhünen Ronny König und Gerrit Wegkamp in Szene zu setzen. Doch den Hereingaben fehlte es an Präzision. "Es kamen viele Flanken. Es war aber nichts dabei, wo ich sage: Da hast du eine gute Chance, hinzugehen", resümierte König. Viel zu oft entschieden sich die Zwickauer zudem gegen eine Hereingabe. "Wenn wir 0:1 hinten liegen, es ist noch eine Viertelstunde zu spielen und wir versuchen bei drei Eckbällen hintereinander, hintenrum zu spielen, und wenn wir einen Einwurf haben und bringen danach eine Piss-Flanke - da rege ich mich richtig auf", ärgerte sich Enochs. "Wenn wir zehn Eckbälle haben und nur eine ist gefährlich, dann ist das zu wenig."

Fakt ist aber auch: Die Mannheimer präsentierten sich stark. Von Beginn an war der Aufsteiger die zielstrebigere Mannschaft. Gian-Luca Korte hätte bereits früh für die Führung sorgen müssen. Er scheiterte freistehend aus elf Metern an FSV-Keeper Johannes Brinkies (7.). Stürmer Mounir Bouziane köpfte vier Minuten später an den Pfosten. Maurice Deville schlug dann nach einem Konter zu, als er allein vor Brinkies zum 1:0 einnetzte (24.). Im Anschluss verpassten es die Gäste, den Deckel draufzumachen. So hätte FSV-Verteidiger Christopher Handke fast für ein schmeichelhaftes Remis gesorgt: Er hämmerte den Ball aber an die Latte (90.+1).

Zwickau beendet eine Hinrunde mit Höhen und Tiefen mit 23 Zählern. Besonders in den vergangenen Wochen verspielten die Westsachsen eine bessere Ausgangsposition mit nur einem Sieg und einem Remis aus den letzten sieben Partien. "Wir haben Phasen in der Saison, in denen zu wenig Punkte herausgesprungen sind. Diese Phasen dürfen wir nicht so lange laufen lassen", sagte Enochs und fügte mit Blick auf das letzten Spiel vor der Winterpause am Sonnabend hinzu: "Das bedeutet, dass wir gegen Meppen etwas holen müssen. Punkt!"

StatistikZwickau: Brinkies - Godinho (71. Hauptmann), Handke, Frick (V), Lange - Schröter, Hehne, Jensen (30. Odabas), Miatke (53. Viteritti) - Wegkamp, König. Mannheim: Königsmann - Hofrath, Conrad, Schultz, Marx - Seegert, Schuster - Deville, Christiansen, Korte (61. Ferati (V)/90.+3 Flick) - Bouziane (68. Koffi). SR.: Schultes (Betzigau); Zu.: 5165; Tor: 0:1 Deville (24.).

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