Zwickauer Neuzugang ist auf Anhieb eine Option

Der FSV leiht Johannes Dörfler vom SC Paderborn für den Rest der Drittligasaison aus. Der Angreifer steht wohl schon am Sonntag gegen 1860 im Kader.

Zwickau.

Der FSV Zwickau ist bei der Suche nach einer Verstärkung im Angriff in der Bundesliga fündig geworden. Mit dem 23-jährigen Johannes Dörfler hat der Drittligist am letzten Tag der Wechselperiode einen Profi aus dem Kader des SC Paderborn bis Ende der Saison ausgeliehen. Der bislang ohne ErstligaEinsatz gebliebene Stürmer soll die Lücke schließen, die beim FSV in der Winterpause durch die Verletzung von Top-Torjäger Elias Huth (Mittelfußbruch) entstanden ist.

FSV-Trainer Joe Enochs kündigte an, dass der Last-Minute-Transfer höchstwahrscheinlich schon am Sonntag (Anstoß: 14 Uhr) im Heimspiel der Zwickauer gegen den TSV 1860 München im Kader stehen wird. "Bei nur zwei gesunden Stürmern ist es natürlich schön, dass wir noch eine dritte Variante dazubekommen", sagte Enochs. Er erwartet, dass sich der Neue schnell an die Zwickauer Spielweise anpasst, und setzt vor allem auf die "unfassbare Dynamik und Athletik" von Dörfler. "Wenn er die einsetzt, kann er eine Waffe sein" so der Trainer.

Auch der Zwickauer Sportdirektor Toni Wachsmuth ist überzeugt, dass der im Mönchengladbacher Nachwuchs ausgebildete Kicker die Schwäne sofort verstärken kann. "Mit ihm haben wir in der Offensive noch mehr Möglichkeiten", sagte Wachsmuth, der als FSV-Kapitän in der Vorsaison Dörfler selbst auf dem Platz noch gegenüberstand. Da kickte der 1,86-Meter-Mann mit Uerdingen in der 3. Liga (24 Spiele/2 Tore), hat an Zwickau aber keine guten Erinnerungen. Denn beide Male gewann der FSV. Dörfler fiel den Zwickauern trotzdem auf. "Wir hatten seinen Namen im vergangenen Frühjahr schon auf dem Zettel", verriet Wachsmuth. Doch der Angreifer landete in Paderborn.

Bei Dörflers Drittliga-Comeback steht Zwickau vor einer schweren Aufgabe. Die Gäste aus München sind seit acht Spielen ungeschlagen und waren in der Vorwoche mit dem 4:1 gegen Braunschweig ähnlich erfolgreich wie der FSV mit dem 2:1 in Magdeburg ins neue Jahr gestartet. "Vom Ergebnis nehmen wir Selbstvertrauen mit. Aber die erste Halbzeit war nicht gut. Wir haben die Woche genutzt, um die Fehler anzusprechen und in Zukunft zu vermeiden", sagte der FSV-Trainer.

Enochs erwartet beim Duell des Dreizehnten gegen den Siebenten ein enges Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden. "Da beide Mannschaften sehr zielstrebig spielen, wird es viele Torraumszenen auf beiden Seiten geben", sagte er. Deshalb fordert er Konzentration bei gegnerischen Standards und Konsequenz im Zweikampf und bei den zweiten Bällen. Neben Marcus Godinho, der seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat, steht auch der bisher verletzte Maurice Hehne wieder als Alternative zur Verfügung.

Voraussichtliche FSV-Aufstellung: Brinkies - Handke, Frick, Odabas - Schröter, Reinhardt, Jensen, Miatke (Coskun) - Viteritti - Wegkamp, König.


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