Bayern-Quartett: Nationalmannschaft will "Wiedergutmachung"

Die gefallenen Weltmeister haben vor dem Neuanfang mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem WM-Desaster die Bedeutung des anstehenden Länderspiel-Doppelpacks hervorgehoben. "Die Spieler, die dabei sind, sind total motiviert - gerade nach dem Abschneiden bei der WM - wir haben etwas wiedergutzumachen", sagte Kapitän Manuel Neuer im Aktuellen Sportstudio im ZDF.

Teamkollege Thomas Müller ergänzte nach dem 3:0 (1:0) in der Bundesliga mit Bayern München beim VfB Stuttgart nahezu wortgleich: "Wir wollen Wiedergutmachung." Und Mats Hummels meinte: "Alle, die da sind, wollen sehr viel zeigen."

Nationalspieler Leon Goretzka (23) meinte: "Wir wollen das ganze Ding wieder in die richtige Richtung lenken. Gerade gegen Frankreich ist es eine super Gelegenheit gleich zu zeigen, dass man sich immer noch auf diesem Niveau befindet."

Die DFB-Auswahl müsse "dafür sorgen, dass die Leistung passt und dann das Ergebnis zu dieser hoffentlich guten Leistung. Dann können wir wieder gegenhalten gegen die ganzen Fragen. Im Moment sind wir ohne Waffen", sagte Müller über die Kritik nach dem historischen Vorrunden-Aus bei der WM in Russland.

Ein Teil der Wiedergutmachung soll bereits im ersten Länderspiel seit der WM-Pleite gegen Weltmeister Frankreich am Donnerstag in München erfolgen. "Wenn wir gewinnen, ist es ein Riesenschritt in die Richtung, die große Niederlage vom Sommer auszuwetzen. Wenn nicht, und das ist keine Laufkundschaft, wird es weitergehen", sagte Müller (28).

Hummels (29) meinte: "Wir wollen zeigen, dass das, was wir in Russland gemacht haben, so nicht hätte passieren dürfen - aber auch nicht wieder passieren wird." Von der ersten Trainingseinheit am Dienstag an werde man "sehr großes Engagement bei jedem Einzelnen sehen".

Laut Müller werde sich nun "zeigen, ob wir den Weg in die Zukunft mit guten Ergebnissen gestalten können, damit alles wieder positiver wird". Nach dem Duell mit Frankreich in der neuen Nations League steht am 9. September in Sinsheim noch der Test gegen Peru an.

Für die öffentliche WM-Analyse von Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff fand Müller lobende Worte. "Respekt, dass sich beide gestellt und Respekt, wie sie es durchgezogen haben. Den Erwartungen wird man nie gerecht, egal was sie sagen", sagte er.

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