Bestechungsskandal: Ghanas Verbandspräsident zurückgetreten

Der mit Bestechungsvorwürfen belastete Präsident des ghanaischen Fußballverbandes Kwesi Nyantakyi ist wenige Stunden nach seiner durch den Weltverband FIFA verhängten 90-tägigen Sperre mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Das teilte der Verband GFA auf seiner Homepage mit. In einem Statement entschuldigte sich Nyantakyi auf der Verbandswebseite "uneingeschränkt" für "eine Reihe von Fehlern und Indiskretionen". Zuvor hatte die FIFA-Ethikkommission Nyantakyi für 90 Tage provisorisch gesperrt. Die Sperre kann um 45 Tage verlängert werden.

In einer am Mittwoch ausgestrahlten zweistündigen Reportage, die im fußballverrückten Ghana für einen Aufschrei gesorgt hatte, war unter anderem zu sehen, wie Schiedsrichter umgerechnet 85 Euro für das Verschieben eines Spiels annahmen. GFA-Präsident Nyantakyi wurde dabei gefilmt, wie er von Investoren 9,3 Millionen Euro für angebliche Verträge mit der Regierung einforderte. Bei den Investoren handelte es sich in Wahrheit um Journalisten.

Die Regierung Ghanas hat als Folge des Skandals bereits die Auflösung des Verbandes angekündigt. Die Staatsführung sei "schockiert und empört", teilte Informationsminister Mustapha Abdul-Hami mit.

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