Chatzialexiou weist Kritik an DFB zurück

Joti Chatzialexiou, sportlicher Leiter Nationalmannschaften, verwehrt sich gegen die im Zuge des deutschen WM-Desasters aufgekommene Kritik an Talentförderung und Trainerausbildung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). "Ich finde es befremdlich, wie die Talentförderung und die Trainerausbildung zurzeit teilweise infrage gestellt werden. Viele Aussagen werden pauschal getroffen, ohne sich mit den Inhalten zu beschäftigen", sagte Chatzialexiou dem kicker.

In diesen Bereichen werde "seit Jahren hervorragende Arbeit geleistet". Allerdings sieht Chatzialexiou auch Bedarf für "Anpassungen". Konkret meinte der 42-Jährige dazu: "Wir müssen den Spieler in den Mittelpunkt der Ausbildung rücken, das Coaching intensivieren und den Stellenwert der Mannschaftstaktik reduzieren."

Daniel Niedzkowski, neuer Leiter der Fußballlehrer-Ausbildung beim DFB, habe diesbezüglich bereits erste Schritte eingeleitet. "Dazu gehört unter anderem, dass wir uns um potenzielle Trainer mit einer Spielerkarriere bemühen", sagte Chatzialexiou. Hierbei sei es erforderlich, dass "im System Fußball alle an einem Strang ziehen".

Wie zuletzt bereits sein Chef, Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff, kündigte Chatzialexiou die Einführung eines "Beirates" innerhalb der Bierhoff-Direktion an. "Hier werden wir künftig mit Experten aus der Liga, ehemaligen Nationalspielern und Trainern diskutieren und Ausrichtungen gemeinsam entwickeln", sagte er.

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