Tobias Stockinger vom CFC und Shalva Ogbaidze (Hertha BSC II) im Kampf um den Ball.
Tobias Stockinger vom CFC und Shalva Ogbaidze (Hertha BSC II) im Kampf um den Ball. Foto: Roger Petzsche/PICTURE POINT
Chemnitzer FC
Schwache englische Woche: Chemnitzer FC verliert auch Heimspiel gegen Hertha BSC II

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In der Fußball-Regionalliga haben die Himmelblauen am Samstagnachmittag eine 0:1-Niederlage eingesteckt. Nach einem Patzer schlug Ex-Bundesligaprofi Anis Ben-Hatira eiskalt zu.

Chemnitz.

Der Chemnitzer FC hat in der Fußball-Regionalliga Nordost im Heimspiel gegen Hertha BSC II keine Trendwende geschafft. Vor 3928 Zuschauern im Stadion an der Gellertstraße verloren die Himmelblauen mit 0:1 (0:1). In der englischen Woche blieb der CFC nach dem 1:1 am Gründonnerstag beim Kellerkind FC Eilenburg sowie der 1:2-Niederlage am Mittwoch im Nachholspiel beim Aufsteiger BFC Preussen sieglos.

Personell musste der CFC neben den angeschlagenen Dejan Bozic, Tobias Müller, Maurizio Grimaldi und dem langzeitverletzten Niclas Erlbeck auch noch auf Roman Eppendorfer (5. gelbe Karte), Martial Ekui (Vorsichtsmaßnahme), Julius Bochmann und Torwart Daniel Adamczyk (beide erkrankt) verzichten. Dafür feierte Innenverteidiger Dario Gebuhr sein Comeback nach einer Kopfverletzung. Zudem kamen der 19-jährige Pepe Philipp (bis dato in dieser Saison vier Einwechslungen für 36 Minuten in der Regionalliga) sowie Keeper David Wunsch (bis dato ein Regionalliga-Einsatz für 15 Minuten 2025/26) zu ihren Startelf-Debüts.

Die junge CFC-Mannschaft (Altersschnitt 23,7 Jahre) startete sehr giftig in die Partie gegen die „Hertha-Bubis“ (22,18 Jahre Durchschnittsalter). Die ersten zehn Minuten gehörten ganz klar den Gastgebern, die sich einige Halbchancen sowie einen gefährlichen Torabschluss von Tom Baumgart (5. Minute) erarbeiteten, der jedoch von Hertha-Keeper Tim Goller im kurzen Eck pariert werden konnte. Danach kamen die Berliner etwas besser ins Spiel, taten sich aber schwer, Torschüsse zu kreieren. Die Himmelblauen waren im Spiel nach vorne gefährlicher. So wurde beispielsweise ein wuchtiger Abschluss von Tobias Stockinger in der 29. Minute gerade noch geblockt. Überraschend gingen dann aber in der 37. Minute dennoch die Berliner in Führung. CFC-Keeper David Wunsch wurde mit dem Ball am Fuß angelaufen und unter Druck gesetzt. Sein Befreiungsschlag landete beim 37-jährigen Änis Ben-Hatira, dem mit Abstand ältesten Akteur auf dem Feld. Der ehemalige Bundesligaspieler (101 Einsätze in der 1. Liga) machte noch ein paar Meter und zog kurz vor dem Strafraum ab. Sein Schuss wurde noch abgefälscht und schlug so unhaltbar für Wunsch im Chemnitzer Kasten ein. Mit dem 1:0 für Hertha ging es auch in die Kabinen.

Den zweiten Durchgang begannen beide Teams im Vorwärtsgang. Während bei den Himmelblauen ein Schuss von Aaron Mensah noch geblockt wurde (49.), brannte es eine Minute später lichterloh im CFC-Strafraum. Schlussendlich kam Ben-Hatira aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, zielte jedoch knapp über das Tor. In der Folge übernahm die Hertha das Spielgeschehen. Zwar hatte auch der CFC ein paar Möglichkeiten – zum Beispiel durch Johannes Pistol in der 63. Minute – die besseren Gelegenheiten boten sich aber den Gästen. So verhinderte Wunsch nach einer Ecke in der 67. Minute mit einer starken Parade gegen Mathis Bruns das 2:0 für die Berliner. In der Schlussphase plätscherte das Spiel ohne große Höhepunkte vor sich hin.

Am kommenden Freitag ist der CFC ab 19 Uhr bei Hertha Zehlendorf in Berlin gefordert. Am 22. April steht dann das Halbfinal-Heimspiel im Sachsenpokal gegen den FC Erzgebirge Aue auf dem Programm. (ewer)

Statistik

CFC: Wunsch – Baumgart (59. Pistol), Gebuhr, F. Müller, Walther – Rücker (72. Hempel), Stockinger, Mergel (59. Alberico) – Mensah (80. Biven), Marx, Philipp (59. Damer); Tor: 0:1 Ben-Hatira (37.); Schiedsrichter: Dallmann (Rostock); Zuschauer: 3928

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