Effenberg kritisiert DFB: Änderungen "einfach nicht ehrlich"

Stefan Effenberg kritisiert die Nationalmannschaft

Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg gehen die bisherigen Bemühungen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) nach dem WM-Debakel nicht weit genug. "Sie versuchen beim DFB, den Eindruck zu vermitteln, dass sie etwas ändern wollen – aber bisher ist das einfach nicht ehrlich", sagte der 50-Jährige dem Nachrichtenportal t-online.de: "Es muss von Herzen kommen – und das kommt es noch nicht."

Nach Ansicht des früheren Kapitäns von Bayern München werde es "Jahre dauern, bis die Fans wieder so richtig Bock auf ein Länderspiel haben". Die Distanz zwischen Nationalmannschaft und Fans sei nach wie vor so groß. "Deshalb werden die Spiele weiterhin oft nicht ausverkauft sein. Deshalb entsteht im Stadion und draußen nicht so eine Stimmung wie sie sein sollte", sagte Effenberg.

Auch den von DFB-Direktor Oliver Bierhoff initiierten Beirat hält Effenberg für fragwürdig. "Der DFB benötigt offensichtlich Unterstützung. Aber wenn man schon etwas Neues wie einen Beirat ins Leben ruft, dann sollte das schon Hand und Fuß haben", sagte der Champions-League-Sieger von 2001: "Zehn Leute erscheinen mir deutlich zu viel. Bei mehr als fünf bekommt man das doch gar nicht mehr auf den Punkt. Der Beirat klingt für mich etwas nach einem netten Versuch."

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