Europa League: RB Leipzig kommt der Gruppenphase nach Sieg gegen Craiova näher

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat auf dem mühsamen Weg in die Gruppenphase der Europa League mit einem Pflichtsieg den nächsten Schritt gemacht. Das Team von Trainer Ralf Rangnick gewann am Donnerstag das einseitige Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen den rumänischen Pokalsieger Universitatea Craiova verdient mit 3:1 (1:0), ging dabei aber höchst verschwenderisch mit seinen Chancen um und war am Ende unkonzentriert. Dennoch reist RB in der kommenden Woche mit einem Vorteil zum Rückspiel in die osteuropäische Provinz.

Innenverteidiger Ibrahima Konate (25.) köpfte die klar überlegenen Sachsen nach einer Ecke in Führung. Neuzugang Matheus Cunha (77.) und der eingewechselte Yussuf Poulsen (87.) erhöhten kurz vor dem Ende. Der Kroate Ivan Martic (90+3.) erzielte aus Sicht der Gäste allerdings noch ein möglicherweise wertvolles Anschlusstor.

"Das war ein kleiner Schönheitsfehler", sagte RB-Kapitän Willi Orban: "Das 3:0 wäre verdient gewesen. Wir hätten mehr Tore machen müssen, aber es war insgesamt ein guter Auftritt."

Bei einem Weiterkommen gegen Craiova müsste RB für den Einzug in die Gruppenphase noch Sorja Lugansk/Ukraine oder Sporting Braga/Portugal in den Play-offs ausschalten. In der zweiten Runde hatte sich Leipzig gegen den schwedischen Vertreter BK Häcken durchgesetzt.

Die WM-Fahrer Timo Werner und Yussuf Poulsen saßen zunächst ebenso auf der Bank wie Spielmacher Emil Forsberg, der die Vorbereitung zuletzt wegen der Geburt seines ersten Kindes unterbrochen hatte. Auch Neuzugang Nordi Mukiele sowie Marcel Sabitzer fehlten in der Startelf.

Dennoch hatte RB vor 16.648 Zuschauern klare Qualitätsvorteile. Der Bundesligist war von Beginn an die bestimmende Mannschaft und kam früh zu besten Chancen. Bruma (5.), Cunha (9.) und Stefan Ilsanker (20.) vergaben diese aber aus kurzer Distanz leichtfertig.

RB zog in der gegnerischen Hälfte ein sicheres Kombinationsspiel auf, Craiovas Abwehr ließ sich von einfachen Pässen in die Tiefe häufig viel zu einfach überrumpeln. Beim überfälligen Führungstor nach einer Ecke hatten die Rumänen Konate aus den Augen verloren und sträflich allein gelassen. Nichtsdestotrotz musste sich Leipzig die mangelnde Chancenverwertung ankreiden lassen.

Mit der Führung im Rücken ließ der Leipziger Druck der ersten halben Stunde nach. RB zog sich etwas zurück, stand defensiv aber gefestigt und geriet nicht in Bedrängnis.

Von den "spielerischen, fußballerischen Lösungen", die Rangnick im Vorfeld beim Gegner ausgemacht hatte, war lange nichts zu sehen. Leipzig-Schlussmann Yvon Mvogo erlebte einen äußerst entspannten Arbeitstag.

Die Dominanz der Anfangsphase ließ Leipzig nach dem Seitenwechsel zunächst vermissen. RB tat sich deutlich schwerer, gegen die dichte rumänische Abwehr ein Durchkommen zu finden. Rangnick reagierte mit der Einwechslung der spielstarken Offensivspieler Forsberg und Sabitzer - und hatte damit Erfolg.

Die Maßnahme wirkte als Weckruf. Sabitzer sorgte über die rechte Seite für gefährliche Vorstöße, Forsberg überzeugte im Zentrum. Die Leipziger Standards blieben gefährlich, Konate verpasste nach einer Ecke aus wenigen Metern seinen zweiten Treffer (69.). Kurz darauf sorgte Cunha bei nun starkem Regen für den erlösenden zweiten Treffer. Poulsen schraubte das Ergebnis verdient weiter in die Höhe, dann verkürzte Martic gegen unkonzentrierte Leipziger.

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