Finalisten lösen Pflichtaufgabe im Sachsenpokal

Der FSV Zwickau und der Chemnitzer FC ließen bei ihrem Saisoneinstand im Fußball-Sachsenpokal nichts anbrennen.

Leipzig/Grimma.

Torfestival und Pflichtaufgabe solide gelöst: Der FSV Zwickau und Chemnitzer FC, die Finalisten aus der vergangenen Saison, gaben sich in der dritten Runde des Wernesgrüner Sachsenpokals keine Blöße. Die Rot-Weißen zeigten sich im Bruno-Plache-Stadion beim SV Tapfer 06 Leipzig aus der 7. Liga in Torlaune, gewannen 13:0 (4:0). Dabei räumte Trainer Joe Enochs einigen Akteuren, die in der 3. Liga bisher wenig Spielpraxis bekommen haben, Einsatzzeiten ein. So erzielte Denis Jäpel drei Treffer, Janik Mäder steuerte zwei Tore bei. Außerdem trugen sich noch Gerrit Wegkamp (2), Leon Jensen, Davy Frick, Nils Miatke und der eingewechselte Elias Huth (3) in die Torschützenliste ein. FSV-Trainer Joe Enochs sagte nach der Partie zufrieden: "Die Jungs sind das Spiel sehr professionell und seriös angegangen, genauso, wie wir das wollten. Natürlich freuen wir uns, dass so viele Tore gefallen sind."

Neben Stürmer Huth hatten zunächst noch die zuletzt in der Startelf aufgebotenen Marcus Godinho, Christopher Handke, René Lange, Ronny König und Fabio Viteritti auf der Reservebank Platz genommen. Mittelfeldmann Julius Reinhardt konnte wegen einer Schnittwunde an der Ferse nicht auflaufen. Vor 790 Besuchern in der Heimstätte von Lok Leipzig ließen die Profis gegen die Feierabendfußballer nichts anbrennen. Ali Odabas und Nils Miatke nutzten die Chance, nach Verletzungen Spielpraxis zu sammeln.

Bereits am Freitagabend hatte die FSV-Führungsetage ihre Mitglieder zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Thema: Ausgliederung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft. Laut Präsidiumssprecher Tobias Leege habe man sich mit den 160 anwesenden Vereinsmitgliedern rege ausgetauscht. Noch dieses Jahr will der FSV auf einer Mitgliederversammlung die Ausgliederung zur Abstimmung stellen.

Am Vortag hatte Zwickaus Ligakonkurrent Chemnitzer FC seine Hausaufgaben im Landespokal ordentlich erledigt und beim FC Grimma 3:1 (2:1) gewonnen. Chemnitz kontrollierte im "Stadion der Freundschaft" über weite Strecken das Geschehen und kam gegen einen engagiert auftretenden Oberliga-Aufsteiger verdient eine Runde weiter. "Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Das Ergebnis geht absolut in Ordnung. Wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt, seriös verteidigt und gezeigt, worauf es ankommt", sagte CFC-Chefcoach Patrick Glöckner. Tatsächlich bestimmte seine Mannschaft von Beginn an das Geschehen, ohne sich dabei zunächst zwingende Chancen am Fließband zu erarbeiten.

Dennoch war es folgerichtig, dass Erik Tallig vor 640 Zuschauern den CFC nach einer reichlichen halben Stunde in Führung brachte. Er netzte per Flugkopfball ein. Doch die Gastgeber glichen aus. In der 43. Minute besorgte Kevin Wiegner den Ausgleich. Torwart Joshua Mroß, der an seinem 23. Geburtstag das Chemnitzer Tor hütete, war in diesem Moment chancenlos. Der CFC ging dennoch mit einer Führung in die Kabine. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte setze sich Rafael Garcia auf der Außenbahn durch, seinen Ball verwertete Daniel Bohl zum 2:1 für die Himmelblauen.

Der zweite Durchgang begann mit einer Chance für die Gäste, auf der Gegenseite traf Tallig nach einer Stunde nur den Pfosten. In der Schlussphase stellte Pelle Hoppe den Endstand her. Die Freude beim 20-Jährigen war besonders groß, da er in den vergangenen Wochen in der 3. Liga nicht mehr richtig zum Zug gekommen war. "Es fühlt sich gut an, wieder einmal getroffen zu haben. Ich habe nie an mir gezweifelt, sondern im Training viel mehr konsequent weiter gearbeitet. Doch abgesehen davon war das wichtigste, dass wir gegen Grimma weiter gekommen sind", sagte Hoppe.

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