Grindel: Positive Signale von FIFA-Präsident Infantino

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wird ihre Position zur von Gianni Infantino angestrebten Wiederwahl als FIFA-Präsident auch von dessen Beweglichkeit bezüglich der viel diskutierten Turnierpläne des Weltverbandes abhängig machen. Das bestätigte DFB-Präsident Reinhard Grindel im Gespräch mit dem SID.

"Ich höre, dass Gianni Infantino das ein oder andere Signal ausgesandt hat, mit der UEFA in den strittigen Themen sprechen zu wollen. Insofern wird es in den kommenden Monaten interessant sein zu sehen, wie er sich gegenüber den Vorstellungen der UEFA positioniert", sagte Grindel.

Es bleibe abzuwarten, "wie jetzt ganz konkret die Fragen Klub-WM und Global Nations League behandelt werden sollen", betonte Grindel: "Wir müssen wissen, wie er zum Beispiel zu dem meiner Ansicht nach absurden Vorschlag steht, die Fußball-WM alle zwei Jahre zu spielen." Diese Idee hatte Südamerikas Verbandschef und FIFA-Vize Alejandro Dominguez vorgebracht.

Infantino habe "insofern für eine Versachlichung gesorgt, indem er nicht Vorsitzender der Task Force sein wird", die sich den Turnierplänen widmen soll, sagte Grindel: "Das halte ich für den richtigen Weg."

Das Exekutivkomitee der UEFA hatte sich bei seiner Sitzung am Sonntag und Montag in Dublin noch nicht auf eine genaue Position bezüglich der Wiederwahl Infantinos festgelegt. "Wir haben ausreichend Zeit abzuwarten, wie die Kandidatenlage am Ende auf FIFA-Ebene tatsächlich ist", sagte Grindel: "Ich denke, dass wir die Sitzungen rund um den UEFA-Kongress in Rom (im Februar) für erste Gespräche darüber nutzen werden."

Infantino will sich Anfang Juni auf dem FIFA-Kongress in Paris in eine zweite Amtszeit wählen lassen.

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