Kein Cheftrainer in Sicht: Argentinien macht mit Interimscoach weiter

Bei der Nachfolge von Jorge Sampaoli als Fußball-Nationaltrainer Argentiniens gibt es keine schnelle Lösung. Der nationale Verband AFA verkündete am Donnerstag, dass der international weitgehend unbekannte Ex-Nationalspieler Lionel Scaloni die Gauchos bis zum Jahresende als Interimscoach betreuen soll. "Wir werden uns ausreichend Zeit nehmen, um eine gute Wahl zu treffen", sagte AFA-Boss Claudio Tapia.

Nach dem frühen WM-Aus im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Frankreich und dem gescheiterten Projekt von Hoffnungsträger Sampaoli auf der Bank des zweimaligen Weltmeisters hat der Verband eine Kommission zusammengestellt, die in Gesprächen mit früheren Nationaltrainern die aktuelle Situation analysieren und dann mögliche Nachfolger auf Herz und Nieren prüfen soll.

Als aussichtsreichste Kandidaten werden in argentinischen Medien Mauricio Pochettino von Englands Topklub Tottenham Hotspur, Diego Simeone von Spaniens Spitzenkraft Atletico Madrid, Marcelo Gallardo vom heimischen Traditionsverein River Plate Buenos Aires sowie Jorge Almiron, in Kolumbien bei Atletico Nacional aus Medellin tätig, genannt. Doch alle Kandidaten verfügen über bestehende Verträge, der klamme Verband müsste sie also aus ihren Verträgen freikaufen.

Scaloni, bislang als Juniorentrainer im Verband tätig, wird mit dem Ex-Nationalspieler Pablo Aimar als Assistent an der Seite erstmals bei den Testspielen auf der US-Reise am 7. September gegen Guatemala in Los Angeles und dann vier Tage später in New York gegen Kolumbien auf der Bank sitzen. Der 40-Jährige war 1997 mit Argentinien U20-Weltmeister geworden und kam bei der WM 2006 im Achtelfinale gegen Mexiko (2:1) auf einen einzigen Einsatz.

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