Kevin-Prince Boateng spricht über Vorkommnisse in Chemnitz: "Ganz schnell wach werden"

Chemnitz: Boateng reagiert geschockt und schlägt Alarm

DFB-Pokalsieger Kevin-Prince Boateng ist von den Vorkommnissen in Chemnitz geschockt. "Dass so etwas zugelassen wird und dass es immer mehr wird, ist alarmierend! Wir müssen ganz schnell wach werden, wir müssen dagegen was machen", sagte der 31-Jährige der Bild-Zeitung: "Du kannst denen doch nicht diese Bühne geben. 2500 Leute mit Hitlergruß durch Chemnitz, diese Bilder und Videos gehen in die Welt."

Anfang September war es in der ostdeutschen Stadt nach dem Tod eines 35-Jährigen zu fremdenfeindlichen Übergriffen gekommen. Mehrere rechte Organisationen riefen zu Demonstrationen auf.

"Die nutzen eine ganze Stadt schamlos als Projektionsfläche für ihre Umtriebe aus, aber da musst du zumachen, das darfst du nicht einfach so akzeptieren", sagte der ehemalige ghanaische Nationalspieler, der 2013 zum Thema Rassismus und Sport im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gesprochen hatte: "Das, was die machen, ist ja gegen das Gesetz, da müssen die eben eine Strafe bekommen - ganz einfach."

Der frühere Frankfurter war nach dem Pokalsieg im Sommer zum italienischen Erstligisten US Sassuolo gewechselt.

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