Özil-Comeback für Löw "überhaupt kein Thema"

Für Löw ist ein Özil-Comeback kein Thema

Bundestrainer Joachim Löw schließt eine Rückkehr von Mesut Özil in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft aus. "Mesut Özil hat aus meiner Sicht klar seinen Rücktritt erklärt und die Tür damit selbst zugemacht. Ein Comeback ist daher überhaupt kein Thema", sagte Löw der Sport Bild.

"Wenn ein Spieler so seinen Rücktritt erklärt, holt man ihn nicht acht Wochen später zurück", ergänzte Löw am Mittwoch in München: "Für mich, die Mannschaft und beim DFB ist das einfach kein Thema." Grundsätzlich gelte: "Die Spieler, die zurückgetreten sind, spielen in der Zukunft keine Rolle." Das treffe auch auf Sandro Wagner von Bayern München zu.

Özil hatte in seiner viel beachteten Rücktrittserklärung betont, er werde nicht mehr für Deutschland spielen, "solange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre". Löw ließ dieses Hintertürchen nun krachend ins Schloss fallen.

Der Bundestrainer (58) hatte sich "enttäuscht" über die Art und Weise von Özils (29) Rücktritt gezeigt, über den er vom Spieler selbst nicht informiert worden war. Löw kündigte nun an, nach der Länderspielwoche mit den Spielen gegen Weltmeister Frankreich am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF) in München und am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) gegen Peru in Sinsheim erneut Kontakt aufnehmen zu wollen.

Viele von Özils Mitspielern sehen den Abschied des Regisseurs als sportlichen Verlust. Mancher würde daher eine Rückkehr begrüßen, zuletzt hatte sich etwa Stürmer Timo Werner entsprechend geäußert.

Mit Wagner, der den Bundestrainer nach seiner Nicht-Berücksichtigung für den vorläufigen WM-Kader scharf angegriffen hatte, hat sich Löw "vor zwei, drei Wochen ausgesprochen. Wir haben kein Problem miteinander. Aber eine Rückkehr ist kein Thema. Er ist zurückgetreten - und das wird auch so bleiben".

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