Fußball
Revanche geglückt: Bayer dank Schick auf Achtelfinal-Kurs

Nur vier Wochen nach dem Duell in der Ligaphase tritt Bayer Leverkusen erneut bei Olympiakos Piräus an. Unter ohrenbetäubendem Lärm behält die Werkself diesmal die Nerven.

Piräus.

Bayer Leverkusen hat im Hexenkessel von Olympiakos Piräus einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Achtelfinale gemacht. Dank Doppelpacker Patrik Schick gewann der Fußball-Bundesligist das Playoff-Hinspiel beim griechischen Meister mit 2:0 (0:0). Vier Wochen nach der 0:2-Niederlage in der Ligaphase an selber Stelle gelang damit diesmal die Revanche. 

Im lauten Karaiskakis-Stadion sorgte Schick mit einem Doppelschlag in der 60. und 63. Minute für den Sieg. Vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) hat Bayer 04 damit nun eine sehr komfortable Ausgangsposition.

Aggressive Gastgeber geben zunächst den Ton an 

Die Hausherren suchten früh den Weg nach vorn und setzen Leverkusen unter Druck. Ein erster Abschluss von Medhi Taremi (5.) ging flach links am Tor vorbei. In den ersten zehn Minuten kam Bayer kaum aus der eigenen Hälfte und wirkte im Ballbesitz - jedes Mal begleitet von einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert der griechischen Fans - zögernd. Versuche, das Pressing durch lange Bälle zu umgehen, brachten zunächst nur bedingt Entlastung. 

Nach überstandener Druckphase fand die Werkself aber zunehmend besser ins Spiel und übernahm mehr Kontrolle. Vor den Augen von UEFA-Präsident Aleksander Čeferin scheiterte Schick an Piräus-Keeper Konstantinos Tzolakis, ehe Ernest Poku aus spitzen Winkel verzog (17.). Auf der Gegenseite konnte sich auch Bayer-Keeper Janis Blaswich auszeichnen, als er einen Distanzschuss von Gelson Martins (25.) parierte. 

Chancen bei Bayer - Abseitstor von Olympiakos 

Im Gegenzug lenkte Tzolakis eine Großchance von Ibrahim Maza (29.) an die Latte und Poku verfehlte im Eins-gegen-eins mit dem Schlussmann das lange Eck (31.). Dann unterbrach eine lange Verletzungspause den Sturmlauf der Gäste: Das griechische Innenverteidiger-Duo Panagiotis Retsos und Lorenzo Pirola war böse mit den Köpfen zusammengeprallt. Beide konnten nach minutenlanger Behandlung auf dem Rasen aber zunächst weiterspielen. 

Zurück im Spielfluss schockte dann Piräus' Top-Torjäger Ayoub El Kaabi kurz vor der Pause Leverkusen, als er einen fahrig verteidigten Freistoß mit dem Kopf ins Tor verlängerte und dröhnender Jubel ausbrach. Doch Glück für Bayer: Nach VAR-Überprüfung wurde der Treffer zurückgenommen - Taremi hatte den Ball im Abseits stehend noch leicht berührt. Doch auch in der achtminütigen Nachspielzeit blieben die Gastgeber gefährlich vor dem Tor. 

Doppelschlag lässt Stadion verstummen 

Nach dem Seitenwechsel übernahm zunächst wieder Piräus das Kommando, doch die Werkself blieb geduldig und schlug eiskalt zu: Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte spielte Poku im richtigen Moment in den Lauf von Schick, der vor Tzolakis cool einschob und damit das 200. Champions-League-Tor für Bayer Leverkusen erzielte.

Nur drei Minuten später machte Schick den Doppelschlag perfekt, als er eine Ecke von Alejandro Grimaldo zum 2:0 einköpfte und das Stadion in der griechischen Hafenstadt verstummen ließ. In der nun deutlich ruhigeren Atmosphäre waren zeitweise sogar die 500 mitgereisten Bayer-Fans zu hören. Die Pfiffe gegen die Leverkusener im Ballbesitz waren da fast gänzlich verstummt. (dpa)

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