Sportchef Becker kritisiert HSV-Ultras: "Hoffentlich die letzte Warnung"

Sportchef Ralf Becker hat das Abbrennen von Pyrotechnik durch Ultras während des 3:0 (1:0)-Pokalsieges von Bundesliga-Absteiger Hamburger SV beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden scharf kritisiert. "Hoffentlich war das die letzte Warnung. Ich weiß nicht, ob diesen sogenannten Fans eigentlich klar ist, was sie damit dem HSV antun", sagte der 48-Jährige.

Wie erwartet wird der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine einleiten. Das teilte der Verband am Mittwoch mit. Beide Klubs werden im ersten Schritt zu Stellungnahmen aufgefordert. Nach Auswertung der Antworten sowie weiterer Materialien wie TV- und Videoaufnahmen will der Kontrollausschuss über den Fortgang der Verfahren entscheiden.

Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck hatte die Partie in der 52. Minute für fünf Minuten unterbrochen und mit vorzeitigem Abbruch gedroht. HSV-Mittelfeldspieler Lewis Holtby gelang es, durch eine Kontaktaufnahme zum Fanblock die Situation zu deeskalieren.

Eine Lösung des Problems hat aber auch Becker derzeit nicht zur Hand: "Wir können ja nicht immer nur hoffen, dass alles unter Kontrolle bleibt. Grundsätzlich bin ich sehr genervt davon, denn diese Aktionen kosten uns wahnsinnig viel Geld und sind natürlich auch gefährlich."

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