Fußball
Start in WM-Quali: DFB-Frauen wirbeln gegen Slowenien

Zum Jahresauftakt sprüht das deutsche Nationalteam um Kapitänin Giulia Gwinn vor Spiellaune. Slowenien macht es den Gastgeberinnen allerdings auch leicht.

Dresden.

Die Fans feierten die deutschen Fußballerinnen mit "Oh, wie ist das schön"-Gesängen und viel Applaus für einen Start nach Maß in die WM-Qualifikation. Das Nationalteam von Bundestrainer Christian Wück wirbelte vor 19.169 Zuschauern in Dresden teilweise ansehnlich gegen Slowenien und landete einen hoch verdienten 5:0 (2:0)-Sieg im ersten Spiel der Qualifikation zur WM 2027 in Brasilien. Auf dem erhofften Weg in die absolute Weltspitze war der Außenseiter allerdings kein Maßstab für den EM-Halbfinalisten. 

"Wir sind in beide Halbzeit sehr gut reingestartet, haben sehr viel Energie reingebracht", sagte Kapitänin Giulia Gwinn in der ARD. Sie bemängelte aber auch "viele Unsauberkeiten im Spiel, das müssen wir ablegen. Trotzdem macht das Spiel wieder Lust auf mehr." Auch Bundestrainer Wück war grundsätzlich zufrieden mit dem Auftritt: "Wir haben ziemlich schnell für klare Verhältnisse gesorgt und in der zweiten Hälfte nachgelegt."

Tor für eine Debütantin 

Vivien Endemann (6. Minute), Elisa Senß (11.), Linda Dallmann (48.), Debütantin Larissa Mühlhaus (53.) und Lea Schüller (71.) erzielten die Tore, die Gastgeberinnen ließen aber auch einige Chancen liegen. Bereits am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) geht es für die DFB-Frauen in Stavanger gegen Norwegen weiter. Dritter Gegner auf dem Weg zur WM ist Österreich. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für das Turnier - genau das strebt das Wück-Team an. 

Nach dem Ausfall von Klara Bühl (Muskelverletzung) baute Wück seine Offensive fast komplett um: Für die Flügelstürmerin vom FC Bayern spielte links Wolfsburgs Endemann. Jule Brand kehrte von der Zehn auf die rechte Seite zurück, dafür rückte Münchens Dallmann auf die Spielmacher-Position. 

England-Profi Martinez in der Startelf 

In der Spitze lief etwas überraschend erstmals von Anfang an Shekiera Martinez von West Ham United auf. Die 24-Jährige bewegte sich gut, ihr erstes Tor im dritten Länderspiel gelang ihr aber trotz einiger Möglichkeiten nicht.

Nachdem Gwinn die DFB-Elf zum 20. Mal als Kapitänin auf den Rasen geführt hatte, taten sich schnell Lücken auf beim Gästeteam. Slowenien war noch nie bei einem großen Turnier dabei und ging als Außenseiter in die europäische Ausscheidung.

Slowenien schnell überfordert

Ein öffnender Pass von Dallmann führte auch früh zum 1:0 - Endemann schob den Ball an Torfrau Zala Mersnik vorbei. Senß nutzte kurz darauf die nächste Einschusschance. Im Gegensatz zu den beiden Nations-League-Finals gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien (0:0/0:3) zum Jahresende hatten die deutschen Frauen dieses Mal leichtes Spiel. 

Vor allem Dallmann mit ihrer Technik und Übersicht tat der deutschen Auswahl sichtlich gut. Die Sloweninnen um Spielführerin Maja Sternad von Werder Bremen wirkten schnell überfordert. Aber das DFB-Team schluderte auch mal wieder im Abschluss und machte danach zu wenig aus der Überlegenheit.

Torhüterin Berger muss 1:2 verhindern 

So vergab Endemann frei vor Marsnik zunächst das überfällige 3:0. Und Torhüterin Ann-Katrin Berger musste kurz vor der Pause mit dem Fuß gegen Zara Kramzar retten.

Nach dem Wechsel verstärkten die DFB-Frauen wieder den Druck. Dallmann erhöhte entschlossen auf 3:0. Die eingewechselte Mühlhaus von Werder Bremen nutzte dann einen abgewehrten Schuss von Sjoeke Nüsken und traf zum 4:0 unter die Latte.

Schüller trifft nach Einwechslung 

Nach einer guten Stunde durfte auch Schüller ran: Die in der Winterpause vom FC Bayern zu Manchester United gewechselte Stürmerin hatte sich viel vorgenommen für den Jahresauftakt. Auf Zuspiel der starken Endemann gelang ihr auch prompt ihr 55. Tor im 83. Länderspiel. (dpa)

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