Umtiti, Pogba und Co.: Große Namen im Transferpoker

Die Franzosen mischen ordentlich mit. Pogba. Giroud, Umtiti. Alles Weltmeister. Mit ihren Situationen im Verein derzeit aber nicht so ganz glücklich. Wie auch ein ehemaliger Bayern-Profi.

Berlin (dpa) - Ihre Namen haben Klang - und sie werden heiß gehandelt. Dafür sorgen sie oder ihre Berater teilweise selbst oder ihre Noch- oder künftigen Vereine. Der FC Barcelona will angeblich den französischen Weltmeister-Verteidiger Samuel Umtiti loswerden, das kolportierte Interesse an RB Leipzigs Umtiti-Landsmann Dayot Upamecano ist nicht neu. Ein Überblick über Umtiti und weitere Asse im fußballerischen Transferpoker:

«FRENCH CONNECTION»?: Mit 22 Jahren kam Umtiti im Sommer 2016 von Lyon nach Barcelona. Er wurde zur festen Größe, ist aber in dieser Saison nicht mehr gesetzt. Es heißt, Barcelona wolle ihn loswerden. Kandidaten gibt's: Manchester United soll Interesse am Manndecker haben, während an Upemacano auch der FC Arsenal Interesse haben soll. Bei RB ist der 21 Jahre alte Verteidiger im Kampf um den Titel in der Rückrunde allerdings nicht wegzudenken. Ob Barça Umtiti auch ohne Ersatz wegschickt? Offen.

WUNSCHSPIELER VIDAL: Er ist nicht das, was man pflegeleicht nennt. Zuletzt hat Arturo Vidal, der auch schon mal beim FC Bayern in der Bundesliga angestellt war, seinen Verein auf die Zahlung von ausstehenden Prämien und Boni in Höhe von 2,4 Millionen Euro verklagt. Die juristische Auseinandersetzung dürfte dem Arbeitsklima kaum zuträglich sein, womöglich spekuliert Vidal genau darauf. Der Chilene ist unzufrieden beim FC Barcelona. Und Inters argentinischer Vizepräsident Javier Zanetti fand jüngst recht lobende Worte für Vidal. Angeblich, so ein chilenischer TV-Sender, soll auch Manchester United an dem Mittelfeldmann interessiert sein.

MITTELSTÜRMER MIT 191 MINUTEN EINSATZZEIT: Im Sommer will er mit Frankreich auch den EM-Titel holen. Dafür braucht er aber Einsatzzeit auch im Verein. Und die ist bisher rar für Mittelstürmer Olivier Giroud beim FC Chelsea. Seit einem Jahr spielt er für die «Blues», war im Januar 2018 vom FC Arsenal zum Londoner Rivalen gewechselt. Sein Vertrag ist noch gültig bis zu diesem Sommer. Girouds Statistik in dieser Saison ist mehr als dürftig: 5 Einsätze, 191 Spielminuten in der Premier League, kein Tor, insgesamt 3 Schüsse, 2 davon aufs Tor. «Er hat sich hier sehr professionell verhalten, auch wenn er nicht viel gespielt hat», betonte Trainer Frank Lampard. Man werde schauen, ob er den Verein verlassen könne. Nach fast acht Jahren auf der Insel könnte der neue Arbeitgeber des 33-Jährigen Inter Mailand heißen.

NOCH EIN STÜRMER, DER WEG WILL: Edinson Cavani soll sich mit Atlético Madrid schon einig sein. Problem: Paris Saint-Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel will den 33 Jahre alten Angreifer aus Uruguay (noch) nicht gehen lassen. Cavanis Kontrakt endet in diesem Sommer. Mit 198 Treffern ist er PSG-Rekordtorschütze. Klappt es nicht mit einem Wechsel, vermuten französische Medien, dass sich im Sommer auch noch Manchester United und der FC Chelsea, wo ja gegebenenfalls durch einen Weggang von Giroud ein Platz frei würde, um ihn bemühen. Auswirkungen könnte Cavanis Zukunft auch auf Borussia Dortmund haben. Denn Paco Alcacer soll als Option gelten, falls es mit dem Uruguayer nicht klappt. Interesse hat aber angeblich auch der FC Sevilla am einst so gefeierten Borussen-Einkauf.

ABGANG DES RÜCKKEHRERS?: Paul Pogba will eigentlich auch weg. Die Rückkehr zu Manchester United für 105 Millionen Euro im Sommer 2016 ist keine allzu große Erfolgsgeschichte mehr. Derzeit laboriert der Mittelfeldstratege des französischen Weltmeisterteams von 2018 noch an Sprunggelenkproblemen. Landsmann Zinédine Zidan hätte Pogba gern zu sich und Real Madrid geholt. Die Clubbosse teilen den Wunsch aber nicht so unbedingt. Zudem wird der allerdings deutlich weiter vorn auf dem Spielfeld beheimatete Gareth Bale nun wohl doch bei den Königlichen bleiben.


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