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Afrikas Schiedsrichter des Jahres 2025 darf nicht bei der WM pfeifen. Omar Artan darf nicht in die USA einreisen. Auch im DFB-Quartier wird das zum Thema.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler verurteilt die verweigerte Einreise des somalischen WM-Schiedsrichters Omar Artan in die USA. "Ich hätte es auch gerne anders gehabt. Das ist nicht schön", kritisierte Völler im DFB-Quartier in Winston-Salem. Auch den Fakt, dass bei anderen Teams wie dem Iran auf politische Weise eingegriffen werde, findet der 66-Jährige nicht gut.
Gleichwohl war Völler als DFB-Funktionär zwei Tage vor dem Turnierstart um eine diplomatische Kommentierung bemüht. "Die genauen Hintergründe, warum der Schiedsrichter nicht reingelassen worden ist (ins Land), kann ich nicht beurteilen. Ich würde es gerne beantworten, glauben Sie mir. Ich habe keine Angst, irgendwelche politischen Fragen zu beantworten", erklärte der 66-Jährige.
Was Völler sein Bauchgefühl sagt
"Es ist schade. Aber wir sind auch die falschen Ansprechpartner für Probleme, die jetzt gewesen sind und auch noch kommen werden", sagte der Ex-Profi und ehemalige DFB-Teamchef, der in Kanada, Mexiko und den USA seine insgesamt fünfte Weltmeisterschaft in der dritten Funktion erlebt: "Mein Bauchgefühl sagt mir, es wird nicht die allerletzte Geschichte gewesen sein. Wir versuchen, uns auf den Fußball zu konzentrieren, eine gute WM zu spielen."
Afrikas Top-Schiri reagiert "sehr enttäuscht"
Der vom Weltverband FIFA für die WM-Endrunde vorgesehene somalische Referee Omar Artan hatte zuvor "sehr, sehr enttäuscht" auf seine untersagte Einreise in die USA reagiert. Formelle Fehler seien ihm nicht unterlaufen, sagte er der "New York Times": "Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum."
Der 2025 von der Afrikanischen Fußball-Konföderation (CAF) als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnete Artan werde nicht bei der WM trainieren und zum Einsatz kommen können, teilte die FIFA auf dpa-Anfrage mit. Man sei von den US-Behörden zudem informiert worden, dass sich der Status von Artan derzeit nicht ändern werde. (dpa)





