Werder siegt locker und überwintert im Pokal

Zweite Runde? Kein Problem! Bundesligist Werder Bremen ist im Gegensatz zu anderen Top-Teams ganz souverän ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der sechsmalige Pokalsieger ließ dem tapfer kämpfenden Viertligisten SC Weiche Flensburg keine Chance und siegte ohne Mühe 5:1 (3:1).

Claudio Pizarro (8.), Florian Kainz (37.), Davy Klaassen (44./Foulelfmeter) und der eingewechselte Martin Harnik (76./80.) trafen für klar überlegene, aber keinesfalls glänzende Bremer. Für Werder-Trainer Florian Kohfeldt war das nie gefährdete Weiterkommen das perfekte Geschenk zum einjährigen Dienstjubiläum auf der Bank der Grün-Weißen.

Die Flensburger Amateure durften nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Ilidio Santos (27.), der nebenberuflich als Kellner arbeitet, nur kurz von einer Fortsetzung ihres Pokal-Abenteuers träumen. Die Elf von Trainer Daniel Jurgeleit hatte ganz offensichtlich zu viel Respekt vor dem Bundesliga-Vierten und agierte lange Zeit viel zu defensiv gegen hinten beileibe nicht immer sattelfeste Bremer.

In der ersten Runde, dem ersten Pokalspiel ihrer Vereinsgeschichte, hatten die Nordlichter im heimischen Manfred-Werner-Stadion noch den VfL Bochum aus dem Wettbewerb gekegelt (1:0). Gegen Werder musste der Vierte der Regionalliga Nord aus Sicherheitsgründen nach Lübeck ins Stadion an der Lohmühle ausweichen.

Angesichts der 2:6-Klatsche drei Tage zuvor in der Liga gegen Bayer Leverkusen forderte Werder-Coach Kohfeldt eine "angemessene Reaktion" von seinem Team. Die Partie gegen Flensburg sei "extrem wichtig. Wir wollen im Pokal überwintern." Und so verzichtete der Coach in der Startaufstellung auf große Experimente. Einzige kleine Überraschung: Anstelle des angeschlagenen Kapitäns Max Kruse begann Oldie Pizarro im Sturmzentrum.

Und der stand vor 8637 Zuschauern in der ausverkauften Lohmühle gleich nach acht Minuten goldrichtig. Nach einem Pfostenschuss von Theodor Gebre Selassie schaltete der Peruaner am schnellsten und drückte den Abpraller über die Linie.

In der Folge diktierte der Bundesligist, der den Cup zuletzt 2009 gewonnen hat, das Geschehen nach Belieben und hatte zeitweise Ballbesitzwerte jenseits der 80 Prozent. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich schalteten Pizarro und Co. vor der Pause kurz mal einen Gang hoch und verwalteten im zweiten Durchgang das Ergebnis. Letzte Hoffnungen der Flensburger zerstörte der eingewechselte Harnik.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...