Zweistellig in Bremen: Gladbacher Fohlen spazieren in zweite Pokalrunde

Lockerer Aufgalopp für die Fohlen: Borussia Mönchengladbach ist mit einem Schützenfest in Bremen in die neue Saison gestartet. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking besiegte den völlig überforderten Fünftligisten BSC Hastedt zum Pflichtspielauftakt mit 11:1 (6:0) und zog im Testspielmodus in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

Raffael (15., 31., 66.), Rekordzugang Alassane Plea (8., 50., 78) und Thorgan Hazard (2., Foulelfmeter, 42., 84.) schnürten jeweils einen Dreierpack. Die übrigen Tore für haushoch überlegene Gladbacher erzielten Florian Neuhaus (39.) und Jonas Hofmann (56.). Dynar Kücük markierte kurz vor dem Ende den umjubelten Ehrenreffer (88.).

Aussagekräftige Rückschlüsse auf den Bundesliga-Start gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) ließ die Partie im Schatten des Weserstadion aber kaum zu. Viel zu schwach agierte der Tabellenelfte der Bremen-Liga.

Keine acht Minuten waren gespielt, da war die Partie durch den französischen Torjäger Plea, den mit 23 Millionen Euro teuersten Einkauf der Gladbacher Vereinsgeschichte, entschieden. Mit Neuhaus durfte sich später auch der zweite aufgebotene Neuzugang mit einem sehenswerten Distanzschuss aus rund 25 Metern in die Torschützenliste eintragen.

"Wir müssen davon ausgehen, dass der Gegner seinen Strafraum mit Katz und Maus verteidigen wird und wir wie eine Handballmannschaft agieren werden", hatte Hecking gesagt und vor dem unterklassigen Gegner gewarnt: "Sie werden alles tun, uns läuferisch und kämpferisch alles abzuverlangen."

Davon war allerdings rein gar nichts zu sehen. Vor 4997 Zuschauern auf Platz 11 des Weserstadions dominierte die Borussia das Geschehen von der ersten Sekunde an nach Belieben - und hätte mit etwas mehr Konzentration im Abschluss noch das eine oder andere Tor mehr erzielen können. Youngster Louis Jordan Beyer lieferte ein vielsprechendes Pflichtspiel-Debüt bei den Profis als rechter Verteidiger.

Bezeichnend für das vollkommen ungleiche Duell: Keeper Tobias Sippel hatte über die gesamten 90 Minuten fast nichts zu tun. Gladbach-Coach Hecking trieb einzig die tief stehende Sonne Schweißperlen auf die Stirn.

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