Geher Sakalnyzkij holt erstes EM-Gold - Dohmann starker Fünfter

Carl Dohmann landete auf einem starken fünften Platz

Der ukrainische Geher Marjan Sakalnyzkij hat in der Hitzeschlacht von Berlin triumphiert und das erste Gold bei der Leichtathletik-EM in der Hauptstadt geholt. Carl Dohmann sorgte mit Platz fünf für das beste deutsche 50-km-Ergebnis seit 28 Jahren. Sakalnyzkij setzte sich am Dienstagmittag rund um den Breitscheidplatz bei Temperaturen deutlich über 30 Grad Celsius in 3:46:32 Stunden durch.

Silber ging an Rio-Olympiasieger Matej Toth aus der Slowakei (3:47:27). Toth war im Vorjahr wegen Unregelmäßigkeiten in seinem Blutpass suspendiert, aber später freigesprochen worden. Bronze holte der Weißrusse Dmitri Dsjubin (3:47:59). Weltmeister und Weltrekordler Yohann Diniz (Frankreich) war verletzungsbedingt nicht am Start.

Der 28 Jahre alte Carl Dohmann (Baden-Baden), Schützling des zweimaligen Olympiateilnehmers Robert Ihly, zeigte eine mutige Vorstellung und kam angesichts der schweren Verhältnisse in ausgezeichneten 3:50:27 Stunden ins Ziel. Besser waren bei einer EM zuletzt aus deutscher Sicht Bernd Gummelt und Hartwig Gauder, die 1990 in Split noch im DDR-Trikot Silber und Bronze geholt hatten.

"Die Temperaturen sind gegen elf Uhr noch einmal gestiegen. Es ist noch einmal sehr viel heißer geworden. Ich habe Eiswürfel in meine Kappe machen lassen und mir Eis über den Kopf gegossen", sagte Dohmann: "Die letzten drei, vier Runden waren dann sehr hart. Vielleicht wäre noch ein Platz mehr möglich gewesen. Der fünfte Platz ist mein größter internationaler Erfolg."

Nathaniel Seiler (Bühlerthal) bot als Siebter in 3:54:08 Stunden ebenfalls eine starke Vorstellung. Karl Junghannß (Erfurt) wurde noch vor der Halbzeit des Rennens disqualifiziert.

Bei der EM-Premiere der Frauen über 50 km siegte die portugiesische Favoritin Ines Henriques. Die 38-Jährige, im Vorjahr in London erste Weltmeisterin über diese Distanz, siegte in 4:09:21 Stunden vor der Ukrainerin Alina Zwilij (4:12:44) und Julia Takacs aus Spanien (4:15:22). Deutsche Geherinnen waren nicht am Start.

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