Geländefahrer auf Abwegen: Wiesaer tankt Kraft auf Skiern

Bei der Super-Enduro-Weltmeisterschaft wird es heute in der Sachsen- Arena in Riesa auch einen nationalen Wettkampf geben. Zwei Fahrer aus der Region stellen sich dieser besonderen Sportart.

Riesa.

Den Geländefahrern Marcel Teucher und Bruno Wächtler ist anzumerken, dass sie heiß darauf sind, endlich wieder Gas zu geben. Doch statt unter freiem Himmel wird heute unter dem Dach der Riesaer Sachsen-Arena gefahren. Bei der Super-Enduro-Weltmeisterschaft starten sie im nationalen Wettbewerb.

Erfahrungen in diesem Metier konnte Marcel Teucher aus Wiesa bereits sammeln. "Ich war zweimal in Leipzig beim Kings of Extreme dabei und auch in der vorherigen Saison beim WM-Lauf im polnischen Lodz." Dass in Riesa ein Lauf für nationale Starter ausgetragen wird, findet der 27-Jährige gut. "Es ist eine gute Möglichkeit, in der langen Winterpause Wettkämpfe zu bestreiten. Um aber in der Prestige-Klasse mitmischen zu können, musst du Vollprofi sein. Deshalb ist die nationale Klasse gut für uns regionale Fahrer."

Auch für Bruno Wächtler ist das Indoor-Rennen nicht völliges Neuland: "Ich war einmal in Leipzig dabei, mehr aber auch nicht." Den Wettkampf in der Sportstadt schätzt der Herolder als sehr anspruchsvoll ein, da die Hindernisse unmittelbar hintereinander folgen und trotz der geringen Distanz ein Höchstmaß an Kraft und Kondition erfordern.

Kraft und Kondition für den bevorstehenden Wettbewerb hat Teucher in Oberwiesenthal getankt. Der Bürokaufmann hat nach langer Verletzungspause auf Skiern trainiert, um für das Motorradfahren fit zu werden und den Kopf frei zu bekommen. "Es werden sämtliche Muskelgruppen sowie Koordinierung und Gleichgewichtssinn angesprochen. Das ist wichtig fürs Motorradfahren", sagt der 27-Jährige. Die Verletzung hatte er sich beim Getzen-Rodeo im September zugezogen. "Die Schmerzen kamen aber erst deutlich später. Nichts ging mehr."

Nun blickt Teucher zuversichtlich nach vorn. Dabei betont er, wie wichtig beim Super-Enduro eine saubere Technik ist. "Der Sport geht tendenziell in Richtung Supercross, beinhaltet aber auch Endurohindernisse, wie Gesteinsbrocken, Baumstämme und Wasserdurchfahrten. Es ist megahart. Man ist die ganze Zeit körperlich am Limit, obwohl die Läufe vergleichsweise kurz sind." Trotzdem setzt er sich ehrgeizige Ziele, will das Rennen mindestens unter den besten fünf Fahrern beenden. "Ein Podestplatz wäre mir lieber." Kein einfaches Unterfangen. Schließlich haben sich starke Konkurrenten wie Dennis Schröter und Daniel Hänel eingeschrieben.

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