Geschichte wiederholt sich: Weltstar gewinnt Galopp-Derby

Im vergangenen Jahr Windstoß, jetzt Weltstar: Innerhalb von zwölf Monaten gewannen zwei Brüder aus dem Kölner Gestüt Röttgen das Deutsche Derby, Deutschlands wichtigstes Galopprennen.

Vor 15.000 Zuschauern setzte sich auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn der von Markus Klug trainierte Weltstar mit Adrie de Vries im Sattel nach 2400 Metern zur Quote von 32:10 in dem mit 650.000 Euro dotierten Rennen gegen den ebenfalls von Klug betreuten Destino (Martin Seidl) durch. Auf Rang drei kam der Favorit Royal Youmzain (Eduardo Pedroza) ins Ziel. Das Rennen ist ausschließlich für dreijährige Pferde offen.

Ein besonderer Sieg war es für den 48 Jahre alten Adrie de Vries, einen seit vielen Jahren in Deutschland reitenden Niederländer, denn nach vielen vergeblichen Anläufen gewann er sein erstes Deutsches Derby. "Das Rennen fehlte mir noch auf meiner Liste. Es war ein großer Traum, es zu gewinnen", sagte er.

Für Markus Klug, den amtierenden deutschen Championtrainer, war es in den letzten fünf Jahren der bereits dritte Sieg. "Schon vorher hatte ich mir gesagt, dass es doch eigentlich gar nicht sein kann, das ich schon wieder vorne bin", meinte Klug, "aber beide Pferde waren in Topform. Und im Training war Weltstar tatsächlich einen Tick besser gegangen als Destino."

Dessen Jockey Martin Seidl wähnte sich kurz vor dem Ziel bereits als Sieger. "Ich dachte, ich hätte ihn im Griff", sagte er zu dem Gegner aus dem eigenen Stall, "aber Weltstar zog auf den letzten Metern noch einmal stark an." Schon im Kölner Union-Rennen war Weltstar vor Destino gewesen.

Nur Platz drei im 13-köpfigen Feld ging an den 29:10-Favoriten Royal Youmzain, der Mitte der Zielgerade von Weltstar etwas abgedrängt wurde – wegen Behinderung bekam Adrie de Vries eine Sperre von fünf Renntagen. Royal Youmzain verlor aber entscheidenden Boden und letztendlich eine bessere Platzierung.

Mit 13 Pferden gab es das kleinste Derbyfeld seit vielen Jahren, ausländische Pferde fehlten. Der Wettumsatz in dem Rennen betrug 305.764 Euro.

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