"Haben alles geopfert": Erzgebirge Aue erkämpft sich Unentschieden in Hannover

Trotz Personalsorgen hat sich Erzgebirge Aue bei Hannover 96 einen Punkt erkämpft. Bereits vor der Partie bestätigte Vereinspräsident Helge Leonhardt das Interesse des Clubs an einer Verpflichtung von Enzo Zidane, Sohn von Real Madrids Trainer Zinédine Zidane.

Hannover .

Zum vierten Mal in Serie sieglos, am Ende aber immerhin einen Punkt geholt: Der FC Erzgebirge Aue hat sich im Auswärtsspiel bei Hannover 96 am Samstag ein 0:0 erkämpft. Die Niedersachsen dominierten zwar über weite Strecken die Partie und hatten auch die besseren Chancen, das Team von Trainer Dirk Schuster stemmte sich aber mit viel Einsatz gegen die Niederlage. In der Schlussphase musste Aue nach der Gelb-Roten Karte für Tom Baumgart (84. Minute) in Unterzahl spielen.

«Das Unentschieden ist sehr, sehr positiv. Wir haben alles gegeben und alles geopfert. Zur Pause hätten wir auch führen können, den Punkt nehmen wir trotzdem gerne mit», sagte Aues Mittelfeldspieler Clemens Fandrich.

Die Personalsorgen bei den Sachsen verschärften sich kurz vor dem Anpfiff weiter. Abwehrspieler Steve Breitkreuz verletzte sich beim Aufwärmen und musste durch Ognjen Gnjatic in der Startelf ersetzt werden. Von vornherein fehlten Jan Hochscheidt, Sascha Härtel (beide nach positiven Corona-Befunden in Quarantäne), Malcolm Cacutalua, Fabian Kalig, Erik Majetschak (alle verletzt) und Louis Samson (krank).

Trotz der Ausfälle wollten die Auer bei den heimstarken Niedersachsen mitspielen. Das gelang dem Schuster-Team in der ersten halben Stunde allerdings nur bis zum Strafraum. Erst in der 31. Minute sorgte Florian Krüger für Gefahr. Der U21-Nationalspieler scheiterte aus Nahdistanz an Hannovers Torwart Michael Esser. Bis dahin hatten die Gastgeber die besseren Möglichkeiten. Aue-Schlussmann Martin Männel konnte mit zwei Paraden gegen Marvin Ducksch den Rückstand verhindern (5., 27.).

Die Partie blieb bis zur Pause weiter ausgeglichen, wobei auch die Sachsen zu weiteren Chancen kamen. Ein Distanzschuss von Philipp Riese verfehlte das 96-Tor nur knapp (37.), dazu setzte Tom Baumgart den Ball nach Vorarbeit von Ben Zolinski neben den Pfosten (42.).

Nach dem Seitenwechsel war es immer wieder Ducksch, der für Gefahr vor dem Auer Tor sorgte. Der 96-Stürmer vergab zwei Mal in aussichtsreicher Position (47., 59.), wobei Männel beim Schuss von Ducksch nach knapp einer Stunde eine weitere starke Parade zeigte. Nach dem Platzverweis für Baumgart in der 84. Minute retteten die «Veilchen» den Punkt mit viel Leidenschaft bis ins Ziel.

Bereits vor der Partie hatte Aues Präsident Helge Leonhardt das Interesse an einer Verpflichtung von Enzo Zidane bestätigt. Der 25 Jahre alte Sohn von Real Madrids Trainer Zinédine Zidane ist derzeit vereinslos und spielte in der vergangenen Saison für den spanischen Zweitligisten UD Almería. «Es laufen seit etwa vier Wochen Gespräche mit dem Berater von Enzo Alan Zidane Fernández. Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten. Der Lockdown verhindert allerdings eine schnelle Umsetzung des Transfers», sagte Leonhardt.
 

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