Henkel über Tokio-Spiele: «Wird immer Beigeschmack haben»

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Wiesbaden (dpa) - Hochsprung-Olympiasiegerin Heike Henkel befürchtet eine Abwertung der Sommerspiele in Tokio angesichts der widrigen Umstände.

«Es wird immer diesen Beigeschmack haben: Waren das jetzt richtige Olympische Spiele?», sagte die 57 Jahre alte Leverkusenerin bei einer Pressekonferenz des Verbandes der Osteopathen Deutschland, dessen neue Botschafterin Henkel ist.

Die Leichtathletin war 1991 in Tokio Weltmeisterin, gewann ein Jahr später 1992 Olympia-Gold in Barcelona und ist mit dem früheren Spitzen-Zehnkämpfer Paul Meier verheiratet. Bei ihr und ihrem Mann seien bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften meist jene Momente in Erinnerung geblieben, die man zwischen den Wettkämpfen hatte - vor allem die Begegnungen mit anderen Sportlern. «Man wird ja komplett isoliert. Das ist kein schönes Gefühl. Für mich wäre das komisch», sagte Henkel über die Restriktionen in Japan in der Corona-Pandemie.

Grundsätzlich stellt sich Deutschlands «Sportlerin des Jahres» von 1992 die Situation für die Athleten auch angesichts von leeren Stadien als «sehr schwierig» vor: «Die ganz fokussierten Sportler werden das vielleicht hinkriegen.» Sie sei unsicher, ob die Olympia-Teilnehmer damit umgehen werden können.

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