Horst Heldt: Diskussion um Löw «nicht redlich»

Berlin (dpa) - Nach Julian Nagelsmann hat sich auch Horst Heldt vor Bundestrainer Joachim Löw gestellt.

«Was soll jetzt bitte eine Trainerdiskussion? Damit kann ich wenig anfangen. Wenn man aus einer Nations League rausfliegt, die keinen interessiert?», sagte der Sport-Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln im Interview der «Westdeutschen Zeitung» nach dem 0:6 der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien.

Den von Löw angekündigten Umbruch in der Nationalelf habe jeder für gut befunden, meinte Heldt. «Das ist immer mit Hürden verbunden. Man hat sich aber dafür entschieden, das zu machen. Haben das jetzt alle vergessen? Das finde ich nicht in Ordnung. Wenn man den Weg geht, muss man ihn konsequent gehen. Deshalb halte ich die Diskussion um Löw für nicht redlich», sagte der 50-Jährige.

Nagelsmann hat im Umgang mit der Nationalmannschaft und Löw für mehr Geduld plädiert. «Ich glaube, das letzte positive Wort über die Nationalmannschaft habe ich 2014 gelesen», sagte der Trainer von RB Leipzig. Man tue gut daran, der jungen Mannschaft mehr Ruhe und Zeit zu lassen.

Heldt sieht Freundschaftsländerspiele während der Corona-Pandemie kritisch und als «zum Teil unangebracht.» Man solle zwar nicht aufhören, Wettbewerbe durchführen zu wollen. «Aber was überflüssig ist, sollten wir tunlichst vermeiden. Wieso gab es jetzt dieses Freundschaftsspiel der Nationalmannschaft vor den beiden Nations- League-Spielen?», fragte Heldt. Die DFB-Elf hatte vor den Duellen mit der Ukraine und Spanien noch ein Testspiel gegen Tschechien absolviert.

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