IBU-Kongress lässt Medienvertreter zu

IBU-Sitzungen nun für Medienvertreter zugänglich

Die Internationale Biathlon-Union (IBU) hat sich im Rahmen des Kongresses im kroatischen Porec von einer viel kritisierten "Altlast" befreit. Die Sitzungen des Weltverbandes sind ab sofort für Medienvertreter zugänglich, das entschied der Kongress auf Vorschlag des neugewählten Verbandspräsidenten Olle Dahlin am Samstag. "Transparenz ist extrem wichtig, und wir zeigen, dass wir nichts zu verbergen haben", sagte Dahlin.

Der Verband war unter Dahlins Vorgänger Anders Besseberg angesichts schwerer Vorwürfe zu Korruption und Dopingvertuschungen in die Krise gerutscht, der bei IBU-Kongressen übliche Ausschluss von Medienvertretern sorgte gerade vor diesem Hintergrund für weitere Kritik. Die IBU verwies in diesem Zusammenhang zunächst auf ihre Satzung und änderte die Regelung dann am Samstag.

Eine Einführung von Amtszeitbeschränkungen brachten die Delegierten indes am Samstag nicht durch, die erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde knapp verfehlt. Der Norweger Besseberg hatte fast 25 Jahre an der Spitze des Weltverbandes gestanden. Die IBU teilte nun mit, dass die gesamte Satzung bis zum nächsten Kongress im Jahr 2020 auf den Prüfstand komme, hierbei werde auch die Begrenzung der Amtszeit wieder thematisiert.

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