IBU-Reformen: Grünes Licht für Ethikcode und Ethikkommission

Der krisengeschüttelte Biathlon-Weltverband IBU macht auf seinem langen Weg zu mehr Glaubwürdigkeit und Transparenz offenbar Fortschritte. Am Sonntag teilte die IBU mit, dass der Vorstand dem modifizierten Ethikcode und der Einführung einer neuen Ethikkommission zugestimmt hat. Die Neuerungen müssen beim nächsten IBU-Kongress im kroatischen Porac (5. bis 9. September) jedoch auch noch von den Delegierten abgenickt werden.

Die IBU befindet sich seit einigen Wochen in einer tiefen Glaubwürdigkeitskrise. Anfang April war öffentlich geworden, dass seit Ende 2017 Ermittlungen der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien wegen Doping- und Betrugsverdachts sowie Geschenkannahme laufen. Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen den ehemaligen IBU-Präsidenten Anders Besseberg und Ex-Generalsekretärin Nicole Resch sowie russische Sportler und Betreuer.

Im Zuge des Doping- und Korruptionsskandals hatte das Internationale Olympische Komitee IOC alle Zahlungen an die IBU eingestellt. Die Zuwendungen sollen erst fortgesetzt werden, wenn unter anderem ein neuer Präsident gewählt und das Anti-Doping-Verfahren reformiert sei, hieß es von Seiten des IOC.

Zuletzt hatte die IBU auf einer ihrer Vorstandssitzungen eine tiefgehende Untersuchung der eigenen Strukturen beschlossen. So soll das Anti-Doping-Programm von der Vereinigung der führenden Nationalen Anti-Doping-Agenturen (iNado) geprüft werden. Zudem sollen die Gespräche mit der unabhängigen Behörde für Doping-Testverfahren (ITA) intensiviert werden.

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