IOC darf keine Sportgeräte nach Nordkorea liefern - Bach enttäuscht

Thomas Bach von Entscheidung gegen Nordkorea enttäuscht

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) darf keine Sportgeräte nach Nordkorea exportieren. Einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung lehnten die Vereinten Nationen ab, wie sie es vor einigen Wochen bereits mit einem ersten Vorstoß in der Sache durch das IOC getan hatten. Dies bestätigte IOC-Präsident Thomas Bach dem Branchendienst insidethegames und zeigte sich enttäuscht.

"Dies erschwert es dem IOC, seine Mission zu erfüllen, Athleten aus der ganzen Welt zusammenzubringen, Verständnis und Freundschaft zu fördern, ungeachtet des politischen Hintergrunds oder anderer Unterschiede", sagte Bach. Die Entscheidung sei "umso enttäuschender" weil die Ausnahmeregelung nur für eine sehr begrenzte Zahl von Sportlern gegolten hätte. Unbestätigten Meldungen russischer Medien soll die UN-Vetomacht USA die Genehmigung verhindert haben.

Seit 2006 hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wegen des Atomprogramms mehrfach Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen, dazu zählen auch strikte Handelsbeschränkungen. Mit der Lieferung von Sportgeräten wollte das IOC den nordkoreanischen Athleten eine bessere Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe - etwa Olympische Spiele - ermöglichen.

Bei den Asienspielen in Indonesien (18. August bis 2. September) sollen etwa 300 Athleten aus Nordkorea teilnehmen. In mehreren Sportarten soll es gemischte Teams mit Sportlern aus Südkorea geben. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang waren Nord- und Südkorea gemeinsam einmarschiert, zudem gab es bei der Großveranstaltung in Südkorea ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam der verfeindeten Staaten.

"Wir werden dennoch weiterhin zu Frieden und Versöhnung auf der koreanischen Halbinsel und darüber hinaus durch Sport beitragen", sagte Bach.

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