IOC: Heidemann erhält dritten Kommissionssitz

Britta Heidemann (r.) erhält beim IOC nun mehr Einfluss

Britta Heidemann bekommt im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) mehr Einfluss. IOC-Präsident Thomas Bach berief die Fecht-Olympiasiegerin von Peking in die für den Olympic Channel zuständige Kommission. Es ist ihr dritter Sitz in einem IOC-Gremium. Heidemann (35) ist außerdem Mitglied in der Athleten-Kommission und in der Kommunikations-Kommission.

Insgesamt verlor Deutschland und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) aber an Einfluss im Ringeorden. Durch das altersbedingte Ausscheiden von Michael Vesper als Vorstandsvorsitzender beim DOSB büßte der deutsche Dachverband dessen Sitze in der Kommunikationskommission und der Kommission für Nachhaltigkeit ein.

Zudem verlor Claudia Bokel, die Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB), ihren Posten in der Kommission für Athleten-Entourage. Bokel, die ehemalige Vorsitzende der Athletenkommission, hatte Bach zuletzt mehrfach für dessen Rolle in der Aufarbeitung des russischen Staatsdopingskandals kritisiert.

Auch Nicole Resch, die im Zuge des Korruptionsskandals als Generalsekretärin des Biathlon-Weltverbandes IBU suspendiert worden war, verlor ihren Posten in der Koordinierungskommission für die Winterspiele 2022 in Peking. DOSB-Präsident Alfons Hörmann behielt seinen Sitz in der Marketing-Kommission.

Das IOC betonte bei der Bekanntgabe der Besetzung der 26 Kommissionen, dass ein weiterer Schritt zur Geschlechtergleichheit vollzogen worden sei und noch nie so viele Frauen in die Gremien berufen wurden. 42,7 Prozent der Kommissions-Posten seien mittlerweile von Frauen besetzt, das entspreche einer Steigerung von 16,8 Prozent zu 2017 und von 98 Prozent seit 2013.

Allerdings sitzen nur fünf Frauen einer Kommission vor: Kirsty Coventry (Athletenkommission), Li Lingwei (Youth Olympic Games 2018), Danka Bartekova (Youth Olympic Games 2020), Lydia Nsekera (Frauen im Sport) sowie Prinzessin Anne (Mitgliederwahl).

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