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Irans Fußballer erinnern mit Ansteckpins an getötete Kinder

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Mit goldenen Ansteckpins am Sakko steigen Irans Nationalspieler bei der Ankunft in Mexiko aus dem Flugzeug - und verbreiten damit eine Botschaft. Auch Kritik an den US-Behörden und der FIFA wird laut.

Tijuana/Teheran.

Iranische Fußball-Nationalspieler haben auf dem Weg zum WM-Trainingsquartier bei der Ankunft in Mexiko mit Ansteckpins an Kinder erinnert, die im Krieg getötet worden sein sollen. Als die Spieler und Funktionäre aus dem Flugzeug stiegen, trugen sie auf ihren Sakkos goldene Anstecknadeln mit der Zahl "168". Damit spielten sie auf die 168 Menschen an, die bei einem Bombenangriff auf eine Mädchenschule im Süden Irans am 28. Februar ums Leben kamen, darunter zahlreiche Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren sowie viele Lehrerinnen und Eltern.

Medienberichten zufolge sollen US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich sein, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte dazu eine Untersuchung angekündigt. Die iranische Botschaft in Ungarn stellte in einem Beitrag auf X den Bezug des Pins zu dem Bombenangriff her. Ob die Iraner auch während der WM-Spiele politische Botschaften planen, ist noch nicht bekannt.

Irans Kapitän fordert Visa für alle Funktionäre

Zudem kritisierte der iranische Fußballverband bei der Ankunft weiter die Verweigerung von Einreisevisa für seine Funktionäre durch die US-Behörden. Insgesamt 15 Funktionäre - darunter auch Verbandschef Mehdi Tadsch - hätten bislang kein Visum für die Einreise in die USA zur am Donnerstag beginnenden Fußball-WM erhalten, sagte der Botschafter Abolfazl Pasandideh.

Mannschaftskapitän Ehsan Hajsafi kritisierte nicht nur die USA, sondern auch die FIFA als WM-Organisator. Die Menschen, die bisher kein Visum erhalten haben, seien für die Mannschaft enorm wichtig, sagte er nach der Ankunft in Tijuana. "Ich erwarte von der FIFA, dass sie dieses Problem in den kommenden Tagen lösen wird", so der 36 Jahre alte Verteidiger, der zwischen 2015 und 2016 auch beim FSV Frankfurt unter Vertrag stand.

Die Mannschaft muss nach Angaben des Botschafters zudem unmittelbar nach jedem ihrer drei Spiele in Los Angeles und Seattle die USA wieder verlassen und nach Tijuana zurückkehren. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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