Italien verschiebt Kandidatenkür für Olympia 2026

Italiens Olympia-Komitee CONI hat die Kür des eigenen Kandidaten um die Olympischen Winterspiele 2026 verschoben. Wie das CONI am Dienstag mitteilte, werde zunächst eine elfköpfige Kommission die Pläne der nationalen Kandidaten Cortina d'Ampezzo, Mailand und Turin genauer untersuchen. Ein Termin für die Entscheidung gebe es noch nicht.

Medienberichte zufolge ist die Auswahl des italienischen Bewerbers vor allem wegen der politischen Situation komplizierter als gedacht. Cortina d'Ampezzo wird demnach von der rechtsgerichteten Regierungspartei Lega unterstützt, der Koalitionspartner Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) befürwortet dagegen angeblich Turin.

Zuletzt waren die Bewerbungen der Schweiz mit Sion und Österreich mit den Städten Graz und Schladming gescheitert. In der Schweiz stimmten die Bewohner des Kanton Wallis gegen einen notwendigen Kredit, in Österreich fehlte die Unterstützung der Politik.

Neben Italien haben auch Calgary (Kanada), Sapporo (Japan), Stockholm (Schweden) und Erzurum (Türkei) Interesse an der Ausrichtung bekundet. Die Entscheidung über den Gastgeber der Winterspiele und der Paralympics 2026 fällt im September 2019 auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Mailand.

Die Bergortschaft Cortina bewirbt sich mit der Dolomiten-Region, die Wettkämpfe sollen auch in Trient und Bozen ausgetragen werden. Mailand hofft, sich mit seinen Skipisten im Valtellina-Tal durchzusetzen. Turin hatte bereits die Winterspiele 2006 organisiert. Versuche, eine gemeinsame Kandidatur von Turin und Mailand vorzulegen, waren gescheitert.

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