Katusha-Sportdirektor kritisiert Kittel: "Nur an sich selbst interessiert"

Der deutsche Sprintstar Marcel Kittel steht in seinem Team Katusha-Alpecin stark in der Kritik. Sportdirektor Dimitri Konyschew warf dem bei der Tour de France bislang enttäuschenden Thüringer in der L'Equipe öffentlich Egoismus vor.

"Wir bezahlen ihm eine Menge, aber er ist nur an sich selbst interessiert", sagte der 52 Jahre alte Russe über Kittel, den er sich "nicht ausgesucht" habe: "Vor dem Mannschaftszeitfahren in Cholet hat er während der Teambesprechung mit seinem Handy herumgespielt. Das hat mir zu verstehen gegeben, dass ich ihn nicht interessiere."

Kittel, der nach seinen fünf Tour-Etappensiegen des Vorjahres von Quick-Step zu Katusha gewechselt ist und bei der in der Schweiz lizenzierten Mannschaft russischen Ursprungs zu den Großverdienern zählt, blieb in der ersten Tour-Woche ohne Etappensieg.

"Die Stimmung ist nicht die beste", hatte Kittels Teamkollege Tony Martin am Freitagabend bei Eurosport gesagt: "Wir hatten heute hohe Ziele, die konnten wir leider nicht erreichen. Wir werden weiterkämpfen, es kann von einem auf den anderen Tag ganz anders aussehen." Kittel hatte am Freitag in Chartres nicht einmal in den Massensprint eingreifen können, nachdem er kurz vor dem Ziel falsch positioniert war, und war 118. geworden.

Gemeinsam mit seinen Landsleuten Martin, Rick Zabel und Nils Politt bildet Kittel die deutsche Fraktion in Katushas Tour-Team, die vor allem in den Sprints aktiv werden soll. Die Russe Ilnur Sakarin soll um das Gesamt-Podest fahren.

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