Kein EM-Ticket für Koch: "Seine Zeit reicht nicht aus"

Der frühere Schwimm-Weltmeister Marco Koch muss die Hoffnung auf eine EM-Teilnahme begraben. Der Nominierungsausschuss des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) hat sich wenige Stunden nach dem Titelgewinn des Darmstädters bei den deutschen Meisterschaften in Berlin einvernehmlich gegen eine Nominierung über eine Ausnahmeregelung entschieden.

"Die positive Tendenz von Marco in den letzten Wochen ist deutlich zu erkennen und spiegelt sich auch in der Saisonbestleistung wider. Allerdings reicht seine Zeit von 2:08,97 nicht für eine nachträgliche Nominierung aus", sagte Bundestrainer Henning Lambertz: "Er ging hier topvorbereitet an den Start. Somit kann eine weitere Steigerung, um in Medaillennähe zu schwimmen, nicht unbedingt erwartet werden."

Koch hatte den Titel auf seiner Paradestrecke 200 m Brust am Samstag erfolgreich verteidigt. Die Entscheidung über einen EM-Start in Glasgow sollte nach einer Bedenkzeit am Sonntag bekannt gegeben werden, fiel dann aber doch früher.

Am Nachmittag war Koch zwar seine Saisonbestzeit geschwommen, hätte es sich aber "noch ein bisschen schneller" gewünscht. Seine vorherige Jahresbestleistung war eine 2:09,38 gewesen. Der zweitplatzierte Essener Maximilian Pilger (2:13,80) schlug im Finale fast fünf Sekunden später an.

Mit seiner Zeit liegt Koch im europäischen Jahresvergleich auf dem siebten Rang. Bundestrainer Lambertz hatte für eine EM-Nachnominierung im Vorfeld der DM eine Zeit gefordert, mit der man in der schottischen Metropole um die Medaillen schwimmen kann. Gemeint war damit die Marke von 2:08,50, an die Koch zumindest herankam.

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