Kenias Olympiachef Keino gerät immer mehr unter Druck

Kenias Laufsport-Ikone Kipchoge Keino gerät als Präsident des Nationalen Olympischen Komitees seines Landes (NOCK) immer mehr unter Druck. Die Anschuldigungen gegen vier seiner Stellvertreter wegen angeblicher Misswirtschaft machen auch dem zweimaligen Olympiasieger zu schaffen.

Drei seiner engsten Mitarbeiter einschließlich Generalsekretär Francis Paul mussten sich in dieser Woche vor Gericht verantworten. Kenias Teamchef Stephen Soi steht dieser Gang noch bevor. Es geht um Amtsmissbrauch und Diebstahl. Athleten soll Sportbekleidung vorenthalten und entwendet worden sein.

Der 75 Jahre alte Keino selbst soll noch nicht verhört worden sein, er habe bislang eine polizeiliche Vorladung ignoriert, hieß es. "Kip Keino mag nicht speziell in die dunklen Geschäfte seiner Stellvertreter involviert gewesen sein, aber er ist umgeben von Menschen, die sein Büro für persönliche Bereicherung genutzt haben", zitierte die Nachrichtenagentur AFP einen langjährigen Mitarbeiter von Keino.

Seit den Spielen in Rio ist die olympische Führung Kenias in die Kritik geraten. In der vergangenen Woche hatte Sportminister Hassan Wario die Auflösung des NOCK verkündet. Das Büro des NOCK wurde von der Polizei geschlossen.

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