Köhlers Frühstart mit dem VfB Auerbach

Die siebente Saison in der Fußball-Regionalliga soll für die Vogtländer keine verflixte werden. Der neue Trainer hat dafür schon mal erste Akzente gesetzt.

Auerbach.

Der VfB Auerbach ist am Donnerstagabend vermutlich als erster Verein der Fußball-Regionalliga in die Vorbereitung auf die neue Saison eingestiegen. 26 Tage nach dem letzten Spiel der Saison 2017/18 und gut sieben Wochen vor dem Punktspielauftakt ließ der neue Trainer Sven Köhler die Mannschaft bei Spielformen, Torabschlüssen und einem Trainingsspiel schwitzen.

"Ich habe als Spieler und Trainer die Erfahrung gemacht, dass man keine fünf Wochen Pause braucht, weil bei einem Fußballer nach drei, vier Wochen das Kribbeln da ist, wieder Fußball zu spielen", sagte Köhler. Der 52-Jährige hat damit nicht nur den Spielern die Sommerpause um eine Woche gekürzt. Er sorgte auch dafür, dass Manager Volkhardt Kramer vor der siebenten Regionalligasaison des VfB erstmals nicht beim Trainingsstart dabei sein konnte, weil er im Urlaub ist. "Als er gebucht hat, wusste er nichts davon, dass ich so zeitig anfangen will", sagte Köhler grinsend.

Das Engagement in Auerbach, wo nach wie vor am Abend trainiert wird und die meisten Spieler arbeiten gehen oder studieren, sieht der frühere Trainer des Halleschen FC und des Chemnitzer FC als Herausforderung. "Es ist nach vielen Jahren im Profifußball eine komplett neue Situation für mich. Aber Auerbach hat sich unter nicht einfachen Bedingungen in der Regionalliga gut entwickelt. Ich will jetzt dazu beitragen, dass es dabei bleibt, und wollte als Trainer auch nicht darauf warten, dass sich vielleicht im August doch noch ein Drittligist meldet", sagte der zuletzt als Experte für den MDR tätige Fußballlehrer.

Er hofft, mit dem VfB Auerbach dort anknüpfen zu können, wo die Elf unter Vorgänger Michael Hiemisch (jetzt Co-Trainer in Halle) im Frühjahr aufgehört hat. Als siebtbestes Rückrundenteam wurde vorzeitig der Klassenerhalt gesichert. Der ist und bleibt auch für den Neuen das vorrangige Ziel in der 4. Liga, in der neben den Drittligaabsteigern Erfurt und Chemnitz auch Vereine wie Nordhausen, Lok Leipzig oder Viktoria Berlin Ambitionen hegen.

Personell kann Sven Köhler auf das Gros der Mannschaft der Vorsaison bauen. Bis auf Philipp Kötzsch (Bischofswerda), Lukas Novy (Rot-Weiß Erfurt) und Alexander Mattern (Auslandssemester) hat Auerbach alle Leistungsträger gehalten. Neu dazu stößt Landesliga-Torjäger Florian Mielke (Rapid Chemnitz), an dem auch der CFC dran war. Verstärken will sich der Verein noch im zentralen Mittelfeld. Zudem steigen die Langzeitverletzten Philipp Müller und André Herold wieder ein.

Höhepunkte der Saisonvorbereitung sind ein Kurztrainingslager nächste Woche in Schöneck und die Testspiele am 1. Juli in Neustadt/V. gegen Erzgebirge Aue und am 5. Juli in Auerbach gegen den FSV Zwickau. Zwischendurch gibt's für die Kicker von Sven Köhler auch noch ein paar freie Tage am Stück als Ausgleich für den frühen Start.

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