Kommission: Keine Korruption bei Tokios Olympia-Bewerbung für 2020

Eine japanische Untersuchungskommission hat die Macher von Tokios Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2020 vom Verdacht der Bestechung freigesprochen. Die Organisatoren der zweiten Sommerspiele in Tokio nach 1964 waren zuvor in den Verdacht geraten, zwei Millionen Dollar für den Zuschlag gezahlt zu haben.

"Die Untersuchungen haben ergeben, dass es keinerlei Verletzungen japanischer Gesetze gegeben hat", hieß es in dem Report der Kommission, die aus drei externen Anwälten bestand. Tokio hatte 2013 den Zuschlag für die Austragung der Spiele erhalten und dabei Madrid und Istanbul ausgestochen.

Französische Ermittler hatten das Organisationskomitee verdächtigt, zwei Millionen Dollar an Papa Massata Diack, Sohn des ehemaligen Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, Lamine Diack, gezahlt zu haben. Die Abwicklung soll über ein Konto in Singapur gelaufen sein.

Die japanischen Ermittler erklärten, dass die zwei Millionen Dollar an eine Agentur in Singapur für Beraterdienste geflossen seien. Das Geld soll in zwei Raten, im Juli und Oktober 2013, überwiesen worden sein. Die Entscheidung zu Gunsten Tokio war auf der 125. Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im September 2013 in Buenos Aires gefallen.

Die Ermittler erklärten aber auch, dass es sich um einen ungewöhnlichen hohen Satz für Beraterdienste gehandelt habe. Zudem mussten sie einräumen, dass sie bei ihren Untersuchungen wichtige Protagonisten des Falles wie Lamine Dack oder den Chef der Agentur in Singapur nicht befragen konnten, weil die französischen Behörden gleichzeitig ermittelten.

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