Kornfeil im Moto3-Finale mit stumpfen Waffen

Tscheche aus Prüstel-Team kommt über Rang 10 nicht hinaus - Dalla Porta siegt

Dritter Rang in Assen, sechster Startplatz am Sachsenring - es war alles angerichtet für eine große Party im sächsischen Rennstall Prüstel GP. Doch am Ende sollte es anders kommen. Zusammengesunken und tief enttäuscht saß Jakub Kornfeil noch minutenlang nach dem Rennen der Moto3 in der Box des Teams. Ein erneuter Podiumsplatz war greifbar nahe, Rang 10 stand schließlich zu Buche. Lange Zeit hatte der 26 Jahre alte Tscheche aus dem mährischen Kyjov südlich von Brünn an der Spitze mitgekämpft und war nach fünf Runden sogar kurzzeitig in Führung gegangen. Doch je länger das Rennen dauerte, desto mehr verringerten sich seine Chancen auf eine vordere Platzierung.

"Die Reifen haben total abgebaut. Das Sturzrisiko wurde immer größer. Deshalb habe ich nur noch versucht, ins Ziel zu kommen", schilderte Kornfeil das Moto3-Finale. Wie Teammanager Florian Prüstel verriet, hatte der Tscheche vor dem Start extra darauf bestanden, mit weichen Reifen zu fahren. Im Gegensatz zur Konkurrenz. Die war mit einer härteren Reifenmischung unterwegs. Ein schwacher Trost war da nur, dass sich Kornfeil vor seinem Heim-Grand-Prix am 4. August in Brünn auf Rang neun der WM-Wertung verbesserte. Lächeln konnte dagegen sein Teamkollege Filip Salac. Der 17-Jährige wurde 13. und verwies Can Öncü auf den 14. Platz. Der Türke hatte immerhin 2018 die Gesamtwertung des Rookies-Cups gewonnen.

In die Herzen der Fans fuhr sich in diesem Rennen Aron Canet. Der kleine Spanier war von Position 22 gestartet und kämpfte sich noch auf Rang drei nach vorn. Mit nur zwölf Hundertstelsekunden Rückstand auf Sieger Lorenzo Dalla Porta überquerte er die Ziellinie. "Ich hatte in der letzten Runde einen kleinen Wackler. Sonst hätte ich gewonnnen", sprühte Canet auch nach dem Rennen vor Ehrgeiz.

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