Krachende EM-Niederlage für deutsche Wasserballer

Die deutschen Wasserballer sind mit einer krachenden 1:14-Niederlage gegen Italien in die Europameisterschaft in Barcelona gestartet. Im Olympiaschwimmbad Bernat Picornell der Spiele von 1992 war das Team von Bundestrainer Hagen Stamm dem Olympiadritten von Rio von Beginn an klar unterlegen. Erst 73 Sekunden vor Ende der Partie gelang Reiko Zech (Potsdam) beim Stand von 0:14 der Ehrentreffer für den EM-Elften von 2016, der sich insgesamt 23 Fehlwürfe leistete.

"Die Niederlage fiel viel zu hoch aus. Das Ergebnis spiegelt nicht den tatsächlichen Spielverlauf wider. Das Tor der Italiener war für uns heute wie verhext und vernagelt", sagte Stamm, der mit den Unparteiischen haderte: "Wir hatten sehr viel Pech im Abschluss. Hinzu kamen unglückliche Schiedsrichterentscheidungen."

Stamm hatte Italien im Vorfeld bereits als "klaren Favoriten" bezeichnet, auch im dritten Vorrundenspiel der Gruppe A gegen Rekord-Olympiasieger Ungarn ist Deutschland am Freitag (12.30 Uhr) nur krasser Außenseiter. Zuvor soll am Mittwoch (12.30 Uhr) ein Sieg gegen Georgien her, das den deutschen Wasserballern schon bei der EM 2016 in der Vorrunde unterlegen war.

Die jeweiligen Gruppen-Ersten der vier Gruppen a vier Teams ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die vier weiteren Plätze in der Runde der letzten Acht werden in K.o.-Duellen unter den Gruppen-Zweiten und -Dritten ausgespielt.

In Abwesenheit des verletzten deutschen Top-Centers Mateo Cuk vom deutschen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau gab Stamm Platz neun als EM-Ziel aus, das Hauptaugenmerk gelte in diesem Jahr dem Weltcup in Berlin (11. bis 16. September), bei dem sich das deutsche Team erstmals seit 2013 wieder für eine Weltmeisterschaft qualifizieren will.

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