Leichtathletik-Verband appelliert: Sportler impfen

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Der Deutsche Leichtathletik-Verband sieht sich finanziell gut aufgestellt in Krisenzeiten. Die sportlichen Folgen der Pandemie wird man wohl erst bei den Olympischen Spielen in Tokio sehen können.

Darmstadt (dpa) - Jürgen Kessing hat als wiedergewählter Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes die Politik vehement aufgefordert, die Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokio gesundheitlich zu schützen.

«Dazu gehört für mich, dass alle Spitzenathleten geimpft werden. Dies ist ein Appell an die Politik, da endlich tätig zu werden», sagte der 64-jährige Spitzenfunktionär zum Abschluss des digitalen Verbandstages des DLV in Darmstadt.

Alfons Hörmann sieht als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes eine Impfung aller impfwilligen deutschen Teilnehmer als Grundlage für die Reise eines Teams zu den Sommerspielen nach Japan an. Nur in diesem Fall könne der DOSB «guten Gewissens die Mannschaft nach Tokio entsenden», sagte Hörmann zuletzt im NDR-«Sportclub».

Der DLV bangt in der Corona-Krise um eine zielgerichtete Vorbereitung seiner Spitzensportler auf Tokio. Seit dem ersten Lockdown im März 2020 habe sich die Situation unter gesundheitlichen und reisetechnischen Aspekten «dramatisch» verändert, warnte Hartmut Grothkopp, Vizepräsident Leistungssport. Der 70 Jahre alte Dresdner verwies auch darauf, dass seit dem vergangenen Herbst Höhentrainingslager storniert werden mussten und das Training sich auf die Stützpunkte und den Bundesstützpunkt in Kienbaum fokussiere.

Angesicht der ungewissen Lage bei den Meetings werden die deutschen Meisterschaften am 5. und 6. Juni in Braunschweig für die Olympia-Qualifikation wichtiger denn je. «Wir hoffen, dass wir bei der deutschen Meisterschaft Zuschauer zulassen dürfen, da arbeiten wir ganz hart dran», sagte Präsident Kessing. 2020 fanden die Titelkämpfe in Braunschweig als «Geister»-Meisterschaften statt.

Kessing wurde mit großer Mehrheit bis 2025 wiedergewählt. Es ist die zweite Amtsperiode des 64 Jahre alten Oberbürgermeisters der schwäbischen Kreisstadt Bietigheim-Bissingen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Finanziell sieht der DLV-Boss den 800.000-Mitglieder-Verband der olympischen Kernsportart in Corona-Zeiten sicher aufgestellt. «Ich darf sagen, dass wir trotz der pandemischen Situation wirtschaftlich gut über die Runden kommen», sagte der SPD-Kommunalpolitiker, der 2017 die Nachfolge von Clemens Prokop antrat. Kessing verwies auf neue Sponsoren, bis 2024 laufende TV-Verträge und auf den langfristigen Vertrag mit Ausrüster Nike (bis 2028.)

30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Testen Sie die digitale Freie Presse unverbindlich.
Erhalten Sie Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de
(inkl. FP+ und E-Paper). (endet automatisch)
 
30 Tage für 20,99€ 0€ testen
Zugriff auf alle Inhalte auf freiepresse.de und E-Paper. (endet automatisch)
Jetzt 0€ statt 20,99 €
00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.