Am Freitag gegen den 13. - Niners verlieren ihr erstes Spiel

Beim 75:84 gegen die Artland Dragons haben die Zweitligabasketballer aus Chemnitz ein wahres Fehlwurf-Festival gefeiert. Dennoch gibt es auch gute Nachrichten vonseiten des Tabellenführers.

Es ist passiert. Nach einer beeindruckenden Serie von zwölf Siegen aus den ersten zwölf Spielen haben die Niners aus Chemnitz ihr erstes Spiel in der laufenden Zweitligasaison verloren. Gegen den Tabellen-13. von den Artland Dragons verlor der Tabellenführer am Freitagabend vor 2279 Zuschauern mit 75:84.

Für die ersten Punkte des Spiels sorgte Josh Fortune. Der erst vor wenigen Tagen verpflichtete Neuzugang der Niners feierte seine von den Fans und auch ihm selbst mit Spannung erwartete Premiere in der heimischen "Hartmann-Hölle". Den ersten erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf der Chemnitzer versenkte dann Lukas Wank. Nach eineinhalbmonatiger Verletzungspause feierte der 21-Jährige sein Comeback im Team und war maßgeblich daran beteiligt, dass sich die Fans in den ersten Minuten beruhigt zurücklehnen konnten, denn die Niners waren schnell in Führung. Das änderte sich im Verlauf der ersten Halbzeit jedoch. Die Gäste aus Quakenbrück standen in der Abwehr sicher, die Gastgeber machten ungewohnt viele Fehler. Und so war es ein harter Kampf, dass zur Pause eine 40:39-Führung auf der Anzeigetafel stand, denn zwischenzeitlich lagen die Niners schon mit 30:36 hinten.

Im dritten Viertel wurde es aus Sicht der Gastgeber aber noch schlimmer. In der Defensive bekamen sie keinen Zugriff, offensiv gab es ein selten gesehenes Fehlwurf-Festival. Resultat: Mit einem Rückstand von 51:61 ging es in die letzten zehn Spielminuten. Dort legten die Gastgeber zwar noch einmal einen Zwischenspurt hin, am Ende reichte es aber nicht zu einer erfolgreichen Aufholjagd.

Lukas Wank hatte sich seine Rückkehr definitiv anders vorgestellt. Mitte Oktober hatte er sich während einer Trainingseinheit im Kraftraum verletzt. Bei einer unglücklichen Bewegung krachte es im Rücken, die Diagnose: leichter Bandscheibenvorfall. Bis dahin hatte der Neuzugang, der im Sommer von den Rhein Stars Köln gekommen war, überzeugen können. In den ersten vier Spielen gehörte der Zwei-Meter-Mann zum Stammpersonal, bei seiner Premiere im Niners-Trikot konnte er mit 13 Punkten gegen Heidelberg überzeugen. Auch in den drei Partien danach spielte sich der gebürtige Thüringer mit starken Leistungen in die Herzen der Fans und die Starting Five.

Nicht nur der 21-jährige Wank gehörte am gestrigen Abend wieder zum Kader des Tabellenführers. Auch Ivan Elliott, der sich an der Schulter verletzt hatte, war wieder dabei - wenn zunächst auch nur als Reservespieler ohne Einsatz. Damit leert sich das Lazarett der Niners gerade rechtzeitig vor dem großen Weihnachtsspiel am kommenden Wochenende in der Messe. Nur Matt Vest wird dann noch definitiv zum Zuschauen verdammt sein, er erholt sich noch immer von einem Handbruch.

Allein fühlen wird er sich in der Messe nicht, denn knapp 5000 weitere Menschen werden das X-Mas-Game gegen Rostock verfolgen. "Wir sind auf dem besten Weg, dass die Messe schon im Laufe der Woche ausverkauft sein wird", sagte gestern Niners-Vizepräsident Sven Böttger. "Es ist absehbar, dass es keine Abendkasse mehr geben wird. Das gab es selbst zu den Play-off-Spielen im vergangenen Jahr nicht." Bevor aber das Weihnachtsspiel über die Bühne geht, soll am morgigen Sonntag erst einmal in die Erfolgsspur zurückgefunden werden, wenn die Niners in Kirchheim antreten.

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